Hiobsbotschaft für die HSV: Loheider fällt wochenlang aus

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Angreifer David Loheider (links) fehlt der Hammer SpVg bis zu sechs Wochen.

Hamm - Bauarbeiten im Bielefelder Stadion Rußheide verschafften der Hammer SpVg ein spielfreies Wochenende. Der Fußball-Oberligist nutzte die Pause für intensive Einheiten, Trainer Sven Hozjak musste dabei auf David Loheider verzichten - und bekam einen Vorgeschmack auf die kommenden Wochen. 

Der Neuzugang trug sich am ersten Spieltag beim 4:1-Sieg gegen den FC Gütersloh selbst in die Torschützenliste ein und legte zwei weitere Treffer vor. Nach 68 Minuten war der erste Oberliga-Einsatz im HSV-Trikot beendet, leicht humpelnd verließ Loheider den Platz. Am Dienstag schleppte sich der bullige Stürmer noch einmal zum Training, signalisierte aber schnell, dass die Schmerzen ein Weitermachen unmöglich machen. 

Eine Untersuchung am Tag darauf brachte schließlich Aufschluss: Loheider hat sich einen Muskelabriss im Knie zugezogen. „Ich vermute, dass David uns vier bis sechs Wochen fehlt“, sagt Hozjak. „Es ist schade, dass jemand ausfällt, der so wichtig für uns ist und der seine Qualität schon gezeigt hat.“ 

Mrowiec als Ersatz?

Früh in der Spielzeit zahlt sich aus, dass die Verantwortlichen bei der Hammer SpVg den Kader im Sommer nicht nur generalüberholten, sondern auch in der Breite verstärkten. „Wir haben verschiedene Möglichkeiten, den Ausfall aufzufangen. Im Offensivbereich können wir auf viel Tempo setzen. Mit Joachim Mrowiec haben wir zudem einen Spieler, der David vom Typ eins zu eins ersetzen kann“, meint der HSV-Trainer. Gegen Gütersloh rückte Zehner Damir Ivancicevic nach Loheiders Auswechslung in die Spitze.

Fußball Oberliga: Hammer SpVg - FC Gütersloh 4:1

Die Gataric-Brüder Danijel (Achillessehnenprobleme) und Dalibor (Muskelfaserriss) sowie Manuel Dieckmann (Schultereckgelenkssprengung) verlängern die Ausfallliste aktuell. Letzterer könnte bei optimalem Verlauf bereits Ende der Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren. Schwieriger gestaltet sich eine Prognose bei Danijel Gataric. „Ich gehe derzeit davon aus, dass er uns noch mindestens drei Wochen fehlt“, sagt Hozjak. 

Hozjak verlängert die Vorbereitung

Sein Bruder Dalibor liegt nach der Verletzung, die er sich beim Vorbereitungsturnier in Werne zugezogen hat, im Zeitplan. Hozjak hofft, dass er den Mittelfeldmann im Derby gegen Westfalia Rhynern (3. September) erstmals in den Kader beordern kann. „Man sieht bei allen verletzten Spielern, dass sie uns fehlen“, so der HSV-Trainer. 

Die Absage der Partie gegen die zweite Mannschaft von Arminia Bielefeld erreichte den Oberligisten nicht ganz überraschend. Hozjak ließ bereits während der vergangenen Woche größere Umfänge trainieren. „Wir haben gut und hart gearbeitet. Ich habe die Vorbereitungszeit verlängert“, erklärt er. 

"Nach 4:1 ist Euphorie entstanden"

In der Kürze der Zeit ein Testspiel zu organisieren, sei schlicht unmöglich gewesen – auch weil alle andere Teams wieder im Ligabetrieb gefordert waren. „Natürlich wollte ich weiterspielen, denn nach dem 4:1 gegen Gütersloh ist eine gewisse Euphorie entstanden“, hadert Hozjak. 

Stattdessen beraumte der Trainer am Freitag ein internes Spiel an, den Sonntag nutzten er und der Sportliche Leiter David Odonkor, um die Gegner der kommenden Wochen zu beobachten. Hozjak sah am Papenloh Rhynerns 0:2 gegen den TuS Erndtebrück. Odonkor verschaffte sich beim 3:0-Heimsieg des SV Lippstadt gegen Roland Beckum einen Eindruck von den Gastgebern. Die sind am kommenden Sonntag in der Evora-Arena zu Gast.

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