Heimpremiere für den ASV gegen Wilhelmshaven

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Dennis Doden

Hamm - Es gab einige Erkenntnisse, die die Spieler des ASV Hamm-Westfalen vom Saisonauftaktspiel der 2. Handball-Bundesliga bei der HG Saarlouis mitgenommen haben. Die wichtigste: Es geht auch nach der Niederlage weiter. Schon am Freitag erwarten die Hammer den Wilhelmshavener HV (19.15 Uhr/Westpress Arena). Wieder keine leichte Aufgabe. Aber das ist ASV-Trainer Niels Pfannenschmidt in der aktuellen Situation relativ egal.

„Saarlouis haben wir besprochen, analysiert und abgehakt“, sagt der Coach. „Wie wir da gespielt haben, war sicherlich nicht gut. Aber jetzt müssen wir uns auf das nächste Spiel konzentrieren. Und da ist es jetzt wirklich egal, gegen wen wir antreten müssen. Ob die gut sind oder nicht – wir müssen unseren Job besser machen als beim letzten Mal. Und gewinnen.“

In erster Linie gilt es daher, gegen den Tabellensechsten der vergangenen Saison ruhig und abgeklärt zu agieren. „In Saarlouis waren wir einfach zu nervös. „Alle wollten zu viel“, sagt Pfannenschmidt. „Und wenn jeder versucht, etwas Besonderes zu machen, die Spieldisziplin fehlt und Absprachen nicht eingehalten werden, dann kommt am Ende so ein Spiel dabei heraus.“

Wenn dann, wie im vergangenen Jahr, die Laufwege noch nicht zu 100 Prozent passen, macht sich schnell Unsicherheit im Spiel breit. Die Abläufe dürften zwar auch gegen den WHV noch nicht automatisiert sein, doch der Coach hofft, dass seine Akteure das Rezept, das er ihnen mit auf den Weg gibt, befolgen werden. „Wir brauchen mehr Ruhe im Spiel, mehr Kontrolle“, sagt er. „Und wir müssen auch mal mit dem Tempo arbeiten.“

Die weiteren Zutaten zum erhofften Erfolg bei der Heimpremiere, sind die altbekannten. Eine aufmerksame Abwehr mit guten Torhütern, ein optimiertes Umschaltspiel und vorne eine sichere Wurfquote. „Wir dürfen den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen“, sagt Pfannenschmidt. „Und die Zuschauer müssen uns über schwierige Phasen hinweg helfen.“

Ob Neuzugang Fannar Thor Fridgeirsson zur Heimpremiere in den Kader zurückkehren wird, mochte Pfannenschmidt noch nicht abschließend entscheiden. „Er hat einige Einheiten im Training mitgemacht“, sagt der Trainer. „Und er ist auf einem guten Weg. Aber jetzt müssen wir erst mal sehen, wie er die Trainingsbelastung verkraftet.“ Wichtig wäre seine Rückkehr ins Team schon. Insbesondere, weil er zu den wenigen Routiniers im ASV-Trikot gehört. Also zu denen, die in erster Linie für den Tempowechsel auf der Platte zuständig sein sollen.

Der zweite Langzeitverletzte, Lars Gudat, hat sich in Saarlouis bereits mit der Mannschaft warm gemacht, steht auch wieder voll im Training. Für einen Einsatz im Zweitligateam sieht Pfannenschmidt ihn aber noch nicht vor. „Lars wird sich wieder mit den anderen warm laufen“, sagt er. „Aber er soll erst einmal ein, zwei Spiele in der Oberligamannschaft bestreiten, um wieder reinzukommen. Er muss nach der langen Pause erst einmal das Gefühl für Ball und Raum zurückgewinnen.“

Einer, der seit seinem Wechsel ins ASV-Trikot noch nicht so richtig in Hamm angekommen scheint, ist Linkshänder Daniel Eggert. „Ich hätte ihn in Saarlouis schon bringen können. Aber wir spielen halt ein anderes Abwehrsystem, an das er sich noch gewöhnen muss“, sagt Pfannenschmidt, der sich aber keine Sorgen um den Rückraumrechten aus Dänemark macht, der im Sommer von der SG Henstedt-Ulzburg zum ASV gewechselt war. „Daniel wird noch kommen, da mache ich mir überhaupt keine Sorgen.“

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