Haverkamp und Bernardy trainieren die SSV-Volleyballer

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Lukas Haverkamp (beim Schmettern) wird die Volleyballer des SSV Hamm gemeinsam mit Jan Bernardy trainieren.

Hamm - Nach dem sieglosen Intermezzo in der Regionalliga sind die Volleyballer des SSV Hamm zurück in der Oberliga. Die sportliche Umgebung ist ihnen vertraut, der Kader in tragenden Teilen unverändert. Doch perspektivisch tut sich etwas: Spielertrainer Magnus Schroer, das Gesicht des Teams in den vergangenen Jahren, wird den Staffelstab an Jüngere weitergeben. Künftig übernehmen Lukas Haverkamp (28) und Jan Bernardy (26) die sportliche Verantwortung.

Die beiden Leistungsträger bilden in der am 18. September beginnenden Saison 2016/17 das neue Gespann an der Spitze. Sie sollen nicht nur das Training leiten, sondern mit ihren Kontakten zu den jüngeren Spielergenerationen auch die personellen Weichen für die Zukunft stellen. „Das ist etwas, was ich mit meinen 54 Jahren nicht mehr kann. Die beiden haben eine andere Ansprache, kennen andere Leute, haben durch Starts bei Beach-Turnieren andere Verbindungen. Wir brauchen Veränderungen, und die müssen von innen kommen. Wir müssen alte Zöpfe abschneiden“, sagt Schroer und bezeichnete sich scherzhaft selbst als „Auslaufmodell“.

Schroer wird dem neuen Duo an der Spitze im Hintergrund den Rücken freihalten, speziell im organsatorisch-administrativen Bereich, und als Zuspieler weiterhin ein wichtiger Teil des Teams sein. Letzteres allerdings womöglich nur noch für eine Spielzeit. „Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass danach Schluss ist für mich“, sagt Schroer. „Ich habe für Oberliga-Verhältnisse ja ein geradezu biblisches Alter.“

Einige Akteure des letztjährigen Kaders stehen dem SSV nicht mehr zur Verfügung: Emir Ibrisimovic (Ziel unbekannt), Robin Groten (Studium im Rheinland), Jens Bremhorst (beruflich häufig in Fernost) und Marvin Pennings (ein Jahr in Australien) sind weg, ein Einsatz von „Dauerbrenner“ Marcos Da Costa Melo (51) aufgrund von Rückenproblemen in der Halle unwahrscheinlich. „Wir reduzieren uns damit auf das Ursprungsteam“, sagt Schroer.

Zu dem gehören neben ihm selbst und den beiden Spielertrainern noch Tim Gossen, Robin Breuer, Nils Boelcke, Sascha Hennig und wohl Tim Hoger. Ein paar Neuzugänge könnten hinzukommen. Der SSV plant mit einer Trainingsgruppe von 14 Mann und einem Kernkader von acht bis zehn Akteuren für die Punktspiele. „Wir haben eine sehr homogene, familiäre, aber wieder etwas kleine Gruppe“, sagt Schroer.

Die sportlichen Ziele sind bescheiden. Den Abstieg will Schroer tunlichst vermeiden, was mit einer gesunden Top-Sechs um den von höherklassigen Vereinen umworbenen Mittelangreifer Haverkamp kein Problem sein sollte. Der Aufstieg soll es aber auch nicht sein. „Die Strukturen für die Regionalliga sind einfach nicht da. Das haben wir gemerkt. Um das noch einmal in Angriff zu nehmen, müsste alles neu gemacht werden“, sagt Schroer. Gespräche mit dem SLC Bockum-Hövel über eine Zusammenarbeit hat es zuletzt vor der vergangenen Saison gegeben. Es werden nicht die letzten gewesen sein.

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