Hauchdünner Sieg für den ASV gegen Empor Rostock

+

[Update, 21.40 Uhr] Hamm - Einen hauchdünnen 31:30 (17:12)-Heimsieg über den HC Empor Rostock landete der ASV Hamm-Westfalen im Heimspiel der 2. Handball-Bundesliga vor 1712 Zuschauern. Nach einer klaren Halbzeitführung wurde es am Ende noch einmal eng für die Gastgeber. Den entscheidenden Treffer 17 Sekunden vor dem Abpfiff markierte Stephan Just per Siebenmeter.

Lange Zeit sah der ASV Hamm-Westfalen gegen den HC Empor Rostock im Sonntagsspiel der 2. Handball-Bundesliga wie der sichere Sieger aus. Doch in der Schlussphase begann wie so oft in der laufenden Saison das große Zittern. Erst ein durch Stephan Just verwandelter Siebenmeter zwölf Sekunden vor dem Ende sicherte den Hammern den schwer erkämpften 31:30 (17:12)-Erfolg gegen eine nie aufgebende Gästemannschaft – und ihrem Geschäftsführer ein spätes Geburtstagsgeschenk.

„Das sollte eigentlich ein entspannter Nachmittag werden“, atmete Jubilar Franz Dressel auf. „Mit dem Geschenk haben die Jungs allerdings lange auf sich warten lassen.“  Es war eines, das dem Gästecoach vor allem aufgrund der Geschehnisse in den Schlusssekunden ordentlich die Stimmung verhagelt hatte. Denn zunächst war Aaron Ziercke nicht mit der letzten Siebenmeterentscheidung der Partie einverstanden, nachdem die Unparteiischen ein Foul an ASV-Akteur Julian Possehl geahndet hatten. Und dann hätte er in der Schlusssekunde gern einen weiteren Strafwurf gesehen – dieses Mal für sein Team, nachdem Lars Gudat gegen Marc Pechstein taktisch geklammert hatte. So parierte der einmal mehr überragende Hammer Keeper Tomas Mrkva den letzten Freiwurf von Roman Becvar, was die Anzahl seiner gehaltenen Bälle auf 20 (davon vier Siebenmeter) schraubte.

SV Hamm-Westfalen gegen HC Empor Rostock 31:30

Noch am Freitag hatten die Hammer nach der Schlusssirene beim 27:28 in Bad Schwartau unendlich traurig auf der Bank gesessen. Dieses Mal jubelten sie. Die Spannung hätten sie allerdings nicht gebraucht. Nach einer ausgeglichenen Startphase setzte sich der ASV nach und nach ab, hatte sich früh einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeitet (4:2/8.). Mit einem Team, das mit neu formiertem Innenblock – Jan Brosch und die Lemgoer Leihgabe Mario Bergen – und Björn Zintel auf der Spielmacherposition begonnen hatte. Ein Vorsprung, der bis wenige Minuten vor der Pause konstant blieb (14:12/27.), dann sogar nach drei Treffern in Folge durch Joscha Ritterbach (2) und Stephan Just zum komfortablen 17:12-Pausenstand anwuchs. 

Die Hammer schienen ihrem sechsten Heimsieg in Folge sicher entgegenzusteuern. Doch wie schon häufiger im Laufe dieser Spielzeit blieb das nicht so – und das, obwohl der ASV nach der Pause seinen Vorsprung noch auf 19:13 erhöhte (38.). Technische Fehler und taktische Undiszipliniertheiten – vor allem in Unterzahl mit sechstem Feldspieler, als zu gewagte Anspiele an den Kreis zu einfachen Gästetreffern führten, brachten Rostock zurück ins Spiel. Nach 43 Minuten stand es 19:18, und das große Zittern begann bei den Hausherren. Daran änderte auch der noch einmal erarbeitete 26:22-Vorsprung (51.) nichts mehr. Als Kreisläufer Jens Dethloff 25 Sekunden vor dem Ende zum 30:30 ausglich, schien sogar noch eine Niederlage möglich zu sein. Doch am Ende durften die Hammer aufatmen.

Mehr zum Thema

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare