ASV-Handballer mit vollem Kader nach Rostock

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Lars Gudat

Hamm - Als die Konkurrenz am Sonntag schwitzend den dritten Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga abwickelte, durften die Spieler des ASV Hamm-Westfalen noch entspannt auf der heimischen Couch ausruhen – die Partie beim HC Empor Rostock steht für das Team von Niels Pfannenschmidt erst am Mittwoch (19.30 Uhr/Ospa-Arena) auf dem Spielplan.

„Wir sind mit der Verlegung einem Anliegen der Rostocker entgegen gekommen“, sagt der Hammer Trainer, der aber kein Hehl daraus macht, dass ihm der spätere Termin und die paar Tage mehr Pause ganz gelegen kommen. „So ist es natürlich schöner, als wenn wir am Sonntag hätten dort hoch fahren müssen.“ Bereits um 10.15 Uhr macht sich der ASV-Tross heute auf den Weg in Richtung Rostock, und Pfannenschmidt ist vor allem froh darüber, dass er erstmals in dieser Saison alle Mann an Bord melden kann. Denn nach Fannar Fridgeirsson, der bereits zuletzt beim knappen Heimsieg über den Wilhelmshavener HV auf die Platte zurückkehrte, ist nun auch Lars Gudat wieder im Kader. Der Rechtsaußen hat seine Knieverletzung auskuriert und soll ebenfalls weiter langsam aufgebaut werden. „Das ist gut, dass wir endlich wieder alle dabei haben“, freut sich Pfannenschmidt. „Die zuletzt verletzten Spieler brauchen noch etwas Zeit, um sich voll zu integrieren. Aber wir müssen unsere Kaderbreite nutzen. Ich bin sehr froh, dass wir 15 gleichwertige Akteure haben.“

Denn für den Hammer Trainer steht fest, dass gerade die Ausgeglichenheit, über die das Team verfügt, noch eine wichtige Rolle im Verlauf der langen Saison spielen wird, wenn es in die entscheidende Phase geht. „Daher wird es im Idealfall so sein, dass wir unsere Wechsel im Spiel nicht vornehmen werden, weil einer schlecht drauf ist, sondern, um das Tempo hoch zu halten“, sagt der Coach. „Das wird eine lange Saison, da gilt es die Kräfte zu verteilen. Um so wichtiger ist es jetzt, dass neben Lars auch Felix Storbeck, Daniel Eggert und Fannar Fridgeirsson mehr ins Spiel kommen – das wird sich auszahlen über die Distanz, da bin ich mir sicher.“

Nach dem 31:30-Zittersieg gegen Wilhelmshaven hofft der Coach zudem darauf, dass die Mannschaft auch in Rostock einen doppelten Punktgewinn einfährt. „Jetzt mal nachzulegen, wäre schön“, sagt er. „Aber Rostock ist ein unangenehmer Gegner – da gilt es kühlen Kopf zu bewahren.“ Vor allem der stetige Wechsel in den Abwehrsystemen macht die Gastgeber gefährlich. Denn Trainer Robert Teichert lässt sein Team sowohl mit einer 4:2- als auch mit 6:0- oder offener Manndeckung agieren. Das ist ähnlich wie noch unter Rastislav Trtik, der von 2012 bis September 2014 das Traineramt innehatte, ehe er durch Aaron Ziercke ersetzt wurde, der wiederum in diesem Sommer zum TuS N-Lübbecke wechselte. „Das macht es schwierig für uns“, weiß Pfannenschmidt. „Empor kann uns mit verrückten Sachen durcheinander bringen. Daher sollten wir die nötige Ruhe bewahren und mutig in die Zweikämpfe gehen, die wir hinten gewinnen und vorne suchen müssen.“ Die Kleinigkeiten, die das Team in der Schlussphase in Saarlouis und gegen den WHV noch aus der Bahn geworfen haben, „sollten wir daher jetzt in den Griff bekommen. Da müssen wir den nächsten Schritt machen“, fordert Pfannenschmidt sein Team auf, mehr auf die eigene Stärke zu vertrauen.

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