Der ASV Hamm-Westfalen unterliegt GWD Minden

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Joscha Ritterbach war mit neuen Treffern der erfolgreichste ASV-Schütze.

Hamm – Von einem Klassenunterschied wie noch gegen Lemgo war im Testspiel des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen gegen den Bundesliga-Aufsteiger TSV GWD Minden nichts zu sehen. Mit 26:28 (12:14) unterlag die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt den Ostwestfalen, doch mit der Leistung seiner Spieler war der Coach über weite Strecken zufrieden.

Beide Teams hatten zu Beginn Schwierigkeiten in Tritt zu kommen. Bis zum 4:4 (13.) zog sich die Partie äußerst zäh dahin. Doch dann gelang es den Gastgebern, sich durch Treffer von Julian Possehl, Joscha Ritterbach und Jan Brosch auf 7:4 abzusetzen. „Wir haben sehr gut angefangen“, sagte Pfannenschmidt. „Wir hatten vorne ein paar Probleme, aber das ist gegen solch eine Deckung auch normal. In der Abwehr waren wir sehr aktiv. Das hat mir gut gefallen.“

Doch dann kam ein Bruch ins Spiel des ASV. „Mir fehlte im zweiten Teil der ersten Halbzeit die Grundhärte“, kritisierte der Trainer. „Meine Spieler waren immer einen Schritt zu spät da.“ Das nutzte der Erstligist konsequent aus, glich zum 8:8 aus und erspielte sich bis zur Pause eine 14:12-Führung. „Das habe ich in der Halbzeit deutlich angesprochen“, erklärte Pfannenschmidt. „Und das haben die Spieler in der zweiten Halbzeit dann auch viel besser gemacht.“ Zwar setzte sich Minden auf 18:14 (35.) ab, doch die Gastgeber steckten nicht auf und hielten dagegen. Beim 21:21 (47.) war die Partie wieder völlig offen. Im zweiten Spielabschnitt brachte der ASV-Coach fast in jedem Angriff den siebten Feldspieler. Eine Variante, die die GWD-Sieben vor Probleme stellte. Jakob Macke, Fabian Huesmann und Jan Brosch besetzten die Positionen am Kreis. Vor allem das Duo Possehl, Brosch setzte sich auf der rechten Seite immer wieder durch. „Das haben die beiden ganz ordentlich gemacht“, lobte der Trainer. „Aber auf der linken Seite hat es nicht so gepasst. Das Spiel war mir zu rechtslastig. Daran müssen wir noch arbeiten.“ Pfannenschmidt setzt auf die neue Taktik. „Man hat gesehen, was der siebte Feldspieler bewirken kann“, sagte er. „Wir lagen mit vier Toren hinten, und waren drauf und dran das Spiel zu gewinnen.“

Savvas im linken Rückraum fand keine Bindung. Immer wieder versuchte er sich einzuschalten, doch meistens war er zu weit vom Tor entfernt, sodass er keinen Druck aufbauen konnte. Christoph Neuhold, der auf der Mittelposition begann, rückte für Savvas auf halblinks. Dass es am Ende nicht gereicht hat, lag mit daran, dass die beiden Unparteiischen ein Fußspiel eines Mindeners nicht ahndeten. So setzte sich der Gast mit 28:26 durch. Unterm Strich zog der ASV-Trainer ein positives Fazit. „Das war wieder ein Schritt nach vorne und ein gelungener Test“, sagte Pfannenschmidt.

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