ASV tritt beim Wilhelmshavener HV an

[Foto: Reiner Mroß] Hamm ASV Hamm Westfalen - TV Emsdetten Jakob Macke

Hamm - Viele Verletzungen, hohe Belastung, wenig Personal und 1:7 Punkte aus den vergangenen vier Begegnungen – die 14-tägige Spielpause kam den Akteuren des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen mehr als gelegen. Mit neuem Elan will die Mannschaft von Niels Pfannenschmidt nun in den Saisonendspurt gehen – und schon am Samstag in der Partie beim Tabellennachbarn Wilhelmshavener HV (19.30 Uhr/Nordfrost-Arena) möglichst punkten.

„Diese Pause tat uns ganz gut“, sagt der ASV-Trainer. „Wir haben alles aufgearbeitet und uns auf die letzten Saisonspiele eingeschworen. Wir hatten eine gute Trainingswoche. Deswegen bin ich guter Dinge – egal, welcher Gegner da jetzt kommt, die Schwere der Aufgabe spielt keine Rolle.“ Denn dass die Trauben in Wilhelmshaven sehr hoch hängen für den ASV, bewies der Gastgeber vor allem in der jüngsten Vergangenheit, in der er in der Tabelle die Hammer überholte und sich aktuell auf Rang sechs vorschob. „Wilhelmshaven ist eine selbstbewusste Mannschaft, die vor allem sehr heimstark ist“, weiß Pfannenschmidt. „Aber wir haben gegen den WHV in dieser Saison schon zweimal gewonnen.“

Vor allem das knappe 23:22 in der Liga am 28. November war eine Demonstration des Willens – und dieser bedarf es auch im Rückspiel, wenn die Hammer erneut als Sieger aus der Halle gehen wollen. Denn der Aufsteiger hat sich im Laufe der Saison zunehmend stabilisiert. „Am Beispiel der Wilhelmshavener ist gut zu sehen, was es ausmacht, wenn eine Mannschaft seit zwei Jahren zusammenspielt“, lobt Pfannenschmidt den Gegner. „Sie machen einfach weniger Fehler.“

Seine Stärken hat der Ex-Erstligist vor allem in seinem wurfgewaltigen Rückraum mit Rene Drechsler (Rechts) und Tobias Schwolow (Links) und seinem routinierten Spielertrainer Oliver Köhrmann in der Aufbauzentrale. Drechsler führt mit 240 Toren (davon nur zwei Siebenmeter) die Torschützenliste der 2. Liga an. Um so bemerkenswerter, dass Schwolow (Platz 4/232) und Rechtsaußen Evgeny Vorontsov (9./144) ebenfalls noch unter den erfolgreichsten zehn Schützen der Liga zu finden sind. „Die machen das schon gut, besitzen eine hohe Wurfqualität“, sagt der Hammer Trainer. „Aber im Hinspiel haben wir es gegen sie auch gut hingekriegt.“

Um die Erinnerung daran noch einmal aufzufrischen, hat Pfannenschmidt seinen Akteuren Szenen aus dem Aufeinandertreffen in der Westpress-Arena gezeigt. „Da haben sie noch einmal gesehen, wie es laufen kann, wenn man mit viel Emotion agiert. Wir müssen einfach die Spannung halten und die Jungs 60 Minuten lang ausschalten. Aber das wissen alle – und schaffen es trotzdemnicht immer. Wir wussten in Nordhorn ja auch, was Verjans und Wiese machen.“

An der personellen Lage ändert sich beim ASV nicht allzu viel, denn neben den langzeitverletzten Lars Gudat, Markus Fuchs und Savvas Savvas wird auch Ondrej Zdrahala weiter wegen seiner Fingerverletzung nicht zur Verfügung stehen. Der gebürtige Wilhelmshavener Dennis Doden, der im Hinspiel noch mit 18 Paraden maßgeblichen Anteil daran hatte, dass sein Ex-Club geschlagen die Heimreise antrat, hat nach seiner Oberschenkelverletzung einen ersten Trainingsversuch gestartet und wird es auf jeden Fall ebenso versuchen wie Tomas Mrkva, der in den vergangenen Einheiten wegen Verdachts auf Mumps nicht trainiert hat.

So ruhen die Hoffnungen insbesondere auf Abwehrchef Jakob Macke, der in Nordhorn nach der Roten Karte gegen Jan Brosch gezwungenermaßen wieder auf die Platte musste, jetzt aber schon wieder wesentlich weiter ist. „Ich baue darauf, dass er als Stabilisator reinkommt und frischen Wind reinbringt.“, sagt sein Trainer. „Jakob wird heiß sein. Ansonsten müssen wir die Sache mit Lust und Spaß verteidigen – dann geht auch in Wilhelmshaven etwas.“

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