ASV schnuppert gegen Champions-League-Klub an der Sensation

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Neuzugang Christoph Neuhold spielte auf der ungewohnten Mittelposition im Rückraum ein tolles Turnier in Kalisz, das der ASV als Zweiter beendete.

Kalisz - Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen hat beim Turnier im polnischen Kalisz eine Sensation nur knapp verpasst. Im Finale unterlag das Team von Trainer Niels Pfannenschmidt dem Champions-League-Klub Wisla Plock denkbar knapp. 

Gegen den polnischen Vizemeister und aktuellen Champions-League-Teilnehmer Wisla Plock unterlagen die Westfalen erst nach Siebenmeterwerfen mit 31:32 (14:11). Über weite Strecken hatten die Außenseiter den haushohen Favoriten sehr erfolgreich vor Aufgaben gestellt, lagen lange sogar mit bis zu sechs Toren in Führung. 

Nach 14:11-Halbzeitführung des ASV, bei dem Dennis Doden eine herausragende Leistung im Tor zeigte, bewiesen die Polen, bei denen drei Olympiateilnehmer fehlten, im zweiten Abschnitt aber immer mehr ihre Klasse. Doch auch von dem 21:25-Rückstand in der 52. Minute ließen sich die Hammer nicht beeindrucken. Sie kämpften sich wieder zurück, Joscha Ritterbach glich kurz vor Ende zum 27:27 aus. 

Ritterbachs tragischer Fehlwurf

Im direkt folgenden Siebenmeterwerfen verwandelte er auch den ersten Treffer, nach den ersten fünf Schützen stand allerdings noch kein Sieger fest. Ausgerechnet der erfolgreichste Torschütze des Turniers war es dann, der mit seinem nächsten Versuch nur die Latte traf. Plocks Kreisläufer Thiago Rocha behielt die Nerven und sicherte dem Favoriten doch noch den Turniersieg.

„Wir haben uns von Spiel zu Spiel sehr weiterentwickelt und gerade als Team eine tolle Leistung gezeigt. Es ist ein toller Zusammenhalt entstanden“, zeigte sich Trainer Niels Pfannenschmidt dennoch hochzufrieden. „Wir haben eine richtig gute und aktive Abwehr gestellt mit einem sehr guten Dennis Doden dahinter, der auch zum Spieler der Partie gewählt wurde. Für uns war das ein grandioser Turnierabschluss, im Finale gegen Plock fast zu gewinnen.“ 

Nahezu perfekte Leistung gegen Pulawy

Schon am Samstagnachmittag hatte der ASV gegen den ebenfalls favorisierten polnischen Erstligisten Pulawy eine nahezu perfekte Leistung abgeliefert. Gegen den Dritten der polnischen Meisterschaft erspielten sich die Westfalen einen verdienten 31:26-Sieg. Von Beginn waren die Hammer hellwach, bis zur 45. Minute blieb die Partie allerdings völlig ausgeglichen. In Halbzeit eins überstanden die Hammer eine doppelte Unterzahl ohne Schaden, in die Pause ging es mit 15:16. 

Erst im weiteren Spielverlauf schienen die Polen das hohe Tempo des ASV nicht mehr mitgehen zu können, von 23:23 in der 45. Minute legten die Westfalen erstmalig auf 26:23 vor. Zwar verkürzten Pulawy noch einmal auf 27:25, doch mit einem Dreierschlag beendete der ASV alle Hoffnungen des Favoriten. Erfreulich zudem: Auch Youngster Jan Pretzewofsky erzielte seinen ersten Treffer im Turnier. Zum besten Spieler beim ASV wurde erneut Joscha Ritterbach gekürt. 

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