ASV Hamm-Westfalen hofft gegen Essen auf zweiten Sieg

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Christoph Neuhold

Hamm - Mit einen Sieg gegen Tusem Essen in der Westpress Arena (Freitag/19.15 Uhr) hofft Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen die Trendwende in einer bislang verkorksten Saison zu schaffen.

2:8 Punkte aus den ersten fünf Begegnungen bedeuten einen Stotterstart, der das Team derzeit auf dem 17. und damit einem Abstiegsplatz der Tabelle rangieren lässt. Und Trainer Niels Pfannenschmidt die Erkenntnis bringt, dass „wir noch saumäßig viel Potenzial nach oben haben“.

Was aber eine Anaylse des Trainers ergeben hat: Das Überzahlspiel des ASV bleibt derzeit ebenso unter den vorhandenen Möglichkeiten wie das Gegenstoßverhalten und das Rückraumspiel. Vor allem Letzteres lässt Pfannenschmidt ins Grübeln geraten. „Das ist derzeit nicht optimal“, sagt er. „Wir brauchen mehr Mut aus dem Rückraum. Im Schnitt haben wir bisher sechs Rückraumtreffer pro Spiel erzielt – das ist für unsere Klasse einfach zu weinig.“ Als Mix aus vielen Punkten sieht der Coach die derzeitige Angriffs-Flaute. „Erst einmal ist natürlich zu erkennen, dass in der Vorbereitung unsere Mittelleute nicht da waren“, weist er darauf hin, dass Fannar Fridgeirsson lange verletzt ausgefallen und Björn Zintel mit der Junioren-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im Einsatz gewesen ist. „Wir sind jetzt in einer ähnlichen Phase wie im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt. Wir brauchen bis in die Saison hinein, bis wir alles erarbeitet haben und die Laufwege funktionieren. Nur vor einem Jahr hatten wir noch Ondrej Zdrahala, der mit seiner individuellen Klasse in die Eins-zu-Eins-Situationen gegangen ist.“

Daher fordert Pfannenschmidt von seinem aktuellen Personal zum wiederholten Mal mehr Mut zum Abschluss. „Mir ist es lieber, wenn sie mit 100-prozentiger Überzeugung verwerfen, als wenn wir nur Vermeidungstaktik betreiben“, betont er. „Das ist viel schlimmer – denn auch unser Spiel über den Kreis ist dann irgendwann zu lesen.“

Dass auch das eigentliche Prunkstück der Hammer derzeit nicht wie gewünscht funktioniert, ist für den Coach, der gegen Essen bis auf den verletzten Fabian Huesmann erneut den gesamten Kader einsetzen kann, ebenfalls ein Resultat aus vielen Komponenten. „Wenn man das Spiel Sechs-gegen-Sechs analysiert, ist das in Ordnung“, sagt er. „Aber unser Rückzugsverhalten muss sicher besser werden. Und auch die Torhüterleistung ist ein Thema – wobei wir in Neuhausen das Torwart-Duell sogar gewonnen haben. Aber fest steht: In allen Punkten können wir zulegen.“

Als Dreh- und Angelpunkt des Essener Teams sieht der Hammer Trainer immer noch Spielmacher Michael Hegemann. „Er ist immer noch derjenige, der alles in der Hand hat – in der Abwehr wie im Angriff.“ Ansonsten verfügt Tusem, ähnlich wie der ASV, über eine junge Mannschaft, die um den Routinier herum aufgebaut wurde – mit einem guten Torwart, einer ordentlichen Abwehr und einem starken Gegenstoßspiel. Und drei Punkten mehr auf dem Konto als der ASV.

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