SG Handball II hängt im Tabellenkeller fest

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Noch nicht in Form: die Akteure der SG Handball Hamm II.

Hamm - Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Tobias Mateina, Trainer des Handball-Oberligisten SG Handball Hamm II, gar nicht zufrieden. Kein Wunder, der ambitionierte Coach hatte ganz andere Erwartungen, als nach vier Spieltagen mit 2:6 Punkten als Zwölfter und damit Drittletzter im Tabellenkeller festzuhängen.

„Mit so einem Start habe ich nicht gerechnet“, gibt er unumwunden zu. „Vor allem, weil wir gleich zu Anfang gegen zwei Aufsteiger gespielt haben. Da mussten wir mindestens eine Partie gewinnen.“ Von Krise oder gar Panik will der ehemalige Zweitliga-Spieler jedoch nichts wissen. „Was passiert ist, ist erklärbar. Die Ergebnisse waren anders als wir sie erwartet haben, doch wir sind noch am Anfang der Saison. Da sind drei Niederlagen kein Beinbruch.“ Mehr ein Ärgernis, das es bis Weihnachten zu korrigieren gilt.

Zum Auftakt blieb die SG bei der HSG Augustdort/Hövelhof ihre Klasse schuldig, als sie – nach Meinung des Trainers – 55 Minuten lang alles richtig machte. Da lagen die Gäste noch mit 25:24 vorne. Doch nach dem Abpfiff jubelte Augustdorf über einen 28:25-Erfolg. „Diese Niederlage war unglücklich“, erinnert sich der SG-Coach. „Augustdorf war ein starker Gegner, aber wir hätten durchaus einen oder beide Punkte mitnehmen können.“ Das war gegen den Liga-Neuling VfL Viktoria Mennighüffen etwas ganz anderes. Da zeigte der Hammer Oberligist in eigener Halle eine ganz schwache Vorstellung und verlor zurecht mit 20:26. „Die Niederlage müssen wir uns selbst ankreiden, denn wir haben nicht gezeigt, was wir können“, kritisiert der Nachfolger von Christof Reichenberger. „Die Mannschaft hat die falsche Einstellung gezeigt, und dann verliert man so ein Spiel.“

Dass die ersten beiden Niederlagen gleich zu Beginn der Spielzeit nicht gut für das Selbstvertrauen waren, liegt auf der Hand. Deshalb ging Mateina nach der erneuten Pleite beim zweiten Neuling OSC Dortmund nicht allzu hart mit seinem Team ins Gericht. „Da war die Mannschaft nach 0:4 Punkten und dem letzten Sieg in einem Punktspiel am 20. Februar total verunsichert“, zeigt er Verständnis. „Da haben sich die Jungs oft selbst im Weg gestanden und einfach zu viele Fehler gemacht.“ Die angeknackste Psyche ist nur ein Teil der Erklärung. Hinzu kommen aber auch Faktoren, die Trainer und Spieler nicht zu verantworten hatten. „Zum Teil sind wir nur mit drei Rückraumakteuren in die Vorbereitungsspiele gegangen“, erklärt der Trainer. „Dass dann zum Saisonstart der zweite Anzug nicht passt, Abläufe nicht funktionieren und die Spieler in Stresssituationen nicht auf Automatismen zurückgreifen können, steht außer Frage. Außerdem spielen wir auf der rechten Seite ohne gelernte Rückraumspieler, denn Marius Schrage laboriert noch immer an einer langwierigen Verletzung. “ Kevin Saarbeck, Julius Herbert und David Wiencek haben ebenfalls lange pausiert. Und Lennart Kleigrewe fehlt weiterhin. Das macht das schlechte Abschneiden für den Trainer erklärbar. „Aber es hätte trotz alledem anders laufen können“, sagt Mateina.

Immerhin hat das Team mit dem 31:29-Heimsieg über die SG Menden Sauerland Wölfe den Bann gebrochen und die ersten Punkte eingefahren. „In diesem Spiel waren wir zum ersten Mal nicht der Favorit und haben befreit aufgespielt, weil nach den vorangegangenen enttäuschenden Ergebnissen niemand etwas von uns erwartet hat“, so der Coach. „Da haben wir unsere Leistung abgerufen und verdient gewonnen, auch wenn Menden vielleicht nicht den besten Tag hatte. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Schließlich haben wir nicht viel zugelassen.“

Jetzt freut sich Mateina auf die Partie am Samstag, 17.30 Uhr, beim VfL Eintracht Hagen. Dass die Aufgabe nicht leicht wird, ist dem Hammer Trainer klar, auch wenn die Gastgeber bislang noch ohne Punktgewinn sind. Deshalb hat die SG schon am Montag ein erstes Testspiel absolviert. Mit 40:26 war sie gegen den Verbandsligisten SuS Oberaden erfolgreich. Geht es nach Mateina, dann sollen seine Akteure den Schwung des Erfolgserlebnisses mit nach Hagen nehmen.

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