Saisonauftakt für ASV Hamm-Westfalen in Saarlouis

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Jakob Macke

Hamm -  Ein Tipp zum Saisonstart? Puhh. Jakob Macke atmet einmal kurz durch, ehe er sich festlegt. „Gewinnen werden wir hoffentlich. Ich kann mir vorstellen, das wird eine Abwehrschlacht, in der wenig Tore fallen. 25:23 für uns, sage ich mal“, wird er konkret, ehe er lachend hinzufügt: „Mit 25:24 wäre ich aber auch zufrieden.“ Doch vor allem ist dem Kapitän des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen im Vorfeld des Auftakts bei der HG Saarlouis (Samstag/19.30 Uhr) eines anzuhören: Die unbändige Vorfreude darauf, dass die Meisterschaftsrunde wieder beginnt.

Sechs Wochen dauerte die Vorbereitung. Wochen, in denen die Spieler viel Schweiß vergossen und zeitweise mehr Zeit in der Halle verbracht haben als zuhause. Nun wollen sie den Lohn für die Plackerei einfahren und einen perfekten Saisonsstart hinlegen. „Trotz der guten Vorbereitung wissen wir nicht, wie wir dran sind“, ist für Macke gerade das erste Match einer Serie immer ein ganz besonderes. „Der Fokus, das hat man während der gesamten Trainingswoche gemerkt, liegt auf der Begegnung in Saarlouis. Und es ist schön, dass wir ab sofort wieder ab und zu auf die Tabelle gucken können.“

Dass seine Mannschaft dort von Beginn an im oberen Bereich zu finden sein wird, ist zumindest nach der ordentlichen Vorbereitung eine Hoffnung. „Als Mannschaft haben wir extrem schnell zusammen gefunden“, ist Macke zuversichtlich. „Sportlich sind wir wie im vergangenen Jahr noch in der Findungsphase, weil wir Fannar Fridgeirsson noch einbauen müssen. Aber das Trainingslager in Kalisz hat uns als Team sehr gut getan.“

Die Ergebnisse der vergangenen Wochen mag der ASV-Kapitän nicht überbewerten – auch nicht die des Pokalwochenendes, bei dem sich die Mannschaft während des Sieges über Drittligist Neuss sehr abgeklärt und gegen den Rekordmeister THW Kiel mit viel Spielfreude präsentierte. „Das ist nicht unser tägliches Brot“, sagt Macke. „Deswegen will ich das nicht großartig bewerten. In der Meisterschaft kommt der Stressfaktor dazu. Und wie wir damit umgehen können, wird sich nun erst zeigen. Gerade in Saarlouis herrscht immer eine hitzige Atmosphäre. Und das ist eine Mannschaft, die es immer wieder schafft, über den Kampf in der Liga zu bleiben.“ Was die Hammer beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams im Saarland deutlich zu spüren bekamen, als sie nur mit Mühe einen 25:23-Sieg einfuhren. „Ich war ja verletzt, aber wir wissen schon, dass die rechte Seite der HG mit Müller und Weißgerber sehr stark und Faulenbach ein guter Spieler ist“, sagt der ASV-Kapitän. „Aber unsere Stärke ist die Breite des Kader, die wir ausnutzen können.“ Um in brenzligen Situationen reagieren zu können und auf taktische HG-Schachzüge die richtige Antwort parat zu haben.

Trainer Niels Pfannenschmidt muss heute auf Spielmacher Fridgeirsson und Lars Gudat verzichten. Beide haben ihre Verletzungen zwar ausgeheilt, „aber wir werden sie jetzt peu á peu an die Belastung gewöhnen“, sagt der Coach, der sich dagegen freut, dass Markus Fuchs nach mehrtägiger Schonung am Donnerstag wieder ins Training einstieg. „Er wird wohl spielen können“, sagt Pfannenschmidt, der zuversichtlich ins Saarland fährt. „Ich bin ruhiger als beim Start im vergangenen Jahr“, sagt er. „Wir haben Respekt vor Saarlouis, weil es in der Vorsaison in beiden Spielen eng war. Aber wir müssen uns auch nicht kleiner reden als wir sind.“

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