Handball, 2. Bundesliga / 18:34 (10:15)-Packung

ASV-Miniaufgebot lässt bei Spitzenreiter Erlangen nach 25 Minuten abreißen

Die ASV-Keeper Dennis Doden (links/ab der 44. Minute auf dem Feld)) und Tomas Mrkva kassierten in Erlangen reichlich Gegentreffer.
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Die ASV-Keeper Dennis Doden (links/ab der 44. Minute auf dem Feld)) und Tomas Mrkva kassierten in Erlangen reichlich Gegentreffer.

Erlangen - Das Miniaufgebot des ASV Hamm-Westfalen hat am Samstagabend in der Arena Nürnberg bei Zweitliga-Primus HC Erlangen erwartungsgemäß verloren. Bei den Franken hielt das Team von Trainer Niels Pfaffenschmidt nur bis zur 25 Minute den Anschluss (9:11),  musste dann abreißen lassen und kassierte eine heftige Packung. Am Ende hieß es 18:34 (10:15) aus Sicht der Gäste.

3:3 (10.), 5:6 (13.), 6:8 (19.), 9:11 (25.): Der ASV konnte den Rückstand in der ersten Halbzeit lange im erträglichen Rahmen halten, weil Tomas Mrkva mehrfach parierte und die Chancenverwertung kaum schlechter war als die der Gastgeber. Die Hammer versuchten das Spiel im Angriff langsam zu machen, warteten lange bis zum Abschluss und hatten mit dieser Taktik lange Erfolg.

Und das gelang auch ohne Spielmacher Ondrej Zdrahala (Fingerverletzung), die Abwehrchefs Jakob Macke (Wirbelsäulenblessur) und Markus Fuchs (Knieprobleme), Marius Bergen (Spiel mit Lemgo) und Valentin Schmidt (Muskelfaserris).  Kurzfristig fiel auch noch Kreisläufer Jan Brosch (Grippe) aus. Rückraum-Shooter Marian Orlowski spielte nur punktuell mit wegen einer Kapselverletzung am kleinen Finger der Wurfhand.

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Erst in den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs lief nicht mehr viel zusammen, setzte sich Erlangen nach Hammer Fehlwürfen und Ballverlusten auf 15:10 ab und schraubte das eigene Polster nach Wiederbeginn rasch in die Höhe (34. 18:11, 40. 24:14). Die Hammer 5:1-Deckung wurde zunehmend müder. Damit war die Frage nach dem Sieger sehr früh beantwortet.

Es konnte allenfalls noch um Schadensbegrenzung gehen, die aber auch nicht gelang, obwohl sich Dennis Doden (ab der 44. Minute auf dem Feld) ein paar Mal auszeichnete. Offensiv fehlte es einfach an Durchschlagskraft (Wurfquote unter 40 Prozent), was dem HCE wiederum Gegenstöße ermöglichte. 

Als HCE-Trainer Robert Andersson seine erste Auszeit nahm, machte der Hallensprecher bereits Werbung für die nächste Partie der Gastgeber. Die gegen den ASV war da beim 27:15-Zwischenstand längst entschieden. Der Rest war für Erlangen ein lockeres Auslaufen, das Andersson nutzte, um munter durchzuhecheln.

Niels Pfannenschmidt hatte im Vorfeld nicht über die Höhe der Niederlage reden wollen, nachher musste er es doch tun - und ohne Zweifel über einen viel zu dünnen Kader für einen Coup beim Tabellenführer.

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