ASV erwartet am Freitagabend HF Springe

+
Ondrej Zdrahala

Hamm - Es gabe schon bessere Phasen in der laufenden Saison der 2. Handball-Bundesliga beim ASV Hamm-Westfalen. Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen mit 1:9 Punkten ist es um die Stimmung im Team nicht gerade blendend bestellt. Doch spätestens mit der Partie gegen die Handballfreunde Springe am Freitag (19.15 Uhr/Westpress-Arena) soll der aktuelle Negativtrend Geschichte werden.

„Für die letzten fünf Saisonspiele hat sich die Mannschaft noch einmal viel vorgenommen“, verspricht ASV-Trainer Niels Pfannenschmidt. „Alle sind noch einmal heiß darauf, es besser zu machen. Und im Training war auch ein neuer Geist zu spüren.“ Das bisher letzte Erfolgserlebnis hatte die Mannschaft am 26. März beim 33:24-Auswärtssieg in Ferndorf. Den Vorwurf, dass die Spieler die Saison bereits langsam ausklingen lassen wollen, mochte Pfannenschmidt aber niemandem im Team machen. „Man kann der Mannschaft ja nicht vorwerfen, dass sie nicht alles gegeben hat – auch in Wilhelmshaven nicht“, sagt er. „Wir haben schon gekämpft, bloß nicht zusammen, sondern jeder für sich.“

Seine Hoffnung, dass gegen Springe wieder besser läuft, schöpft Pfannenschmidt vor allem aus der Tatsache, dass neben Kapitän Jakob Macke, der beim 28:33 in Wilhelmshaven bereits durchspielte, auch Abwehrspezialist Markus Fuchs als weitere ganz wichtig Säule wieder voll in den Trainingsbetrieb integriert ist und in den Meisterschaftspartien voll eingesetzt werden kann. Beide haben schon in Wilhelmshaven gezeigt, wie wichtig sie für die Mannschaft sind. „Das ist mit den Beiden jetzt wieder eine ganz andere Mannschaft“, schildert der Coach seine Eindrücke aus den vergangenen Übungseinheiten. „Du merkst das im Training. Da ist richtig Feuer drin.“

Ein Feuer, das die Mannschaft auch gegen den Aufsteiger aus Springe gebrauchen wird. Denn auch wenn die Gäste derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz rangieren, gelten sie als sehr unangenehm zu spielender Gegner, der mit breiter Brust in der Hammer Arena auflaufen wird. Nachdem der Verein keine Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten hat, hat sich ein „Jetzt-erst-recht-Gefühl“ im Kader verbreitet. Mit 19:11 Punkten gehört Springe zu den besten Mannschaften der Rückrunde, hat vor allem vor eigenem Publikum nicht mehr verloren. „Wir müssen einfach gewinnen. Egal, ob die eine gute Serie haben – das sind wir den Zuschauern schuldig“, betont Pfannenschmidt, der aber weiß, dass es für seine Mannschaft sehr schwer wird. „In dieser Liga ist auch keiner mehr schlecht. Und wir nicht in der Verfassung, dass wir sagen, wir hauen die jetzt einfach mal weg – da interessiert es auch nicht, wer wo steht in der Tabelle.“ Die personelle Situation beim ASV ist so gut wie lange nicht, denn neben Macke und Fuchs kehrt auch Ondrej Zdrahala wieder in den Kader zurück, so dass die Langzeitverletzten Savvas Savvas und Lars Gudat die einzigen Ausfälle sein werden. Spielmacher Zdrahala pausierte in den vergangenen Begegnungen wegen einer Kapselverletzung im Finger, hat aber am Mittwoch wieder das Mannschaftstraining aufgenommen. „Wir brauchen ihn einfach, er muss jetzt wieder spielen“, sagt Pfannenschmidt, der hofft, dass mit den Führungsspielern auch der Erfolg zurückkehrt. „Die flache Hierarchie, die wir in den vergangenen Monaten hatten, konnten wir eine Zeit lang kompensieren – auf Dauer funktioniert so etwas aber nicht. Fest steht aber auch, dass wir in dieser schwierigen Situation auch auf die Hilfe der Zuschauer angewiesen sind.“ Damit die Hammer Negativserie ihr Ende findet.

Mehr zum Thema

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare