Hammer SpVg am Mittwoch in Bielefeld gefordert

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Spiel in Ennepetal abhaken und in Bielefeld punkten: Hamms Yakup Köse (Mitte).

Hamm - Nur drei Tage nach der bitteren Last-Minute-Niederlage in Ennepetal geht es für die Oberliga-Fußballer der Hammer SpVg weiter. Vor dem Nachholspiel am Mittwoch bei Arminia Bielefeld II (20 Uhr/Stadion Rußheide) muss Trainer Sven Hozjak vor allem die Zweifel aus den Köpfen seiner Spieler bekommen.

„Daran werde ich noch ein bisschen zu knabbern haben“, gab Stürmer David Loheider kurz nach dem Schlusspfiff im Bremenstadion zu. Er hatte die HSV bei seinem Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause in Führung geschossen. Doch die Freude des 25-Jährigen über seinen zweiten Treffer im zweiten Saisonspiel hielt sich in sehr engen Grenzen: „Wer mich kennt, weiß, dass ich mich viel mehr über die Chancen ärgere, die ich ausgelassen habe.“ Nicht nur er hatte gute Gelegenheiten verpasst. In der zweiten Halbzeit scheiterten Mike Pihl und vor allem Dalibor Gataric kurz vor Beginn der Nachspielzeit.

Die HSV hatte über weite Strecken der Partie strukturierter, schneller, präziser, kurz: besser gespielt als der TuS Ennepetal. Doch was hilft es: Der Ertrag war gleich null. Ein Sonntagsschuss von Ibrahim Lahchaychi und ein Kopfball-Tor von Michael Kupilas in der 96. Minute brachten die Hammer um den verdienten Lohn. Noch bitterer schmeckte das 1:2 mit Blick auf die restlichen Ergebnisse des Spieltages. Die Top-Teams patzten. Bei einem Sieg in Ennepetal hätte die HSV am Mittwoch auf einen Aufstiegsplatz klettern können.

Stattdessen geht es jetzt darum, überhaupt erst einmal den Anschluss an die vorderen Plätze zu halten. „Wir müssen drei Punkte holen, wenn wir oben dran bleiben wollen“, sagte Mittelfeldspieler Yakup Köse nach der Partie am Sonntag. Was die Lage besonders gefährlich macht: Den punktgleichen und ebenfalls ambitionierten Bielefeldern geht es ganz genauso. Anders als Hamm haben sie sich nach zwei Niederlagen zuletzt durch einen 3:1-Erfolg bei der SpVgg Erkenschwick Rückenwind für die Nachhol-Partie geholt.

„Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht und trotzdem verloren. Das ist total ärgerlich, aber Lamentieren hilft nicht. Wir müssen versuchen, Ennepetal so schnell wie möglich abzuhaken. Das Gute ist, dass wir schon jetzt das nächste Spiel haben“, sagt Hozjak. „Wir fahren mit Wut im Bauch nach Bielefeld, müssen aber besonnen bleiben. Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen, sondern müssen alles raushauen, was drin ist. Und die Dinger vorne konsequenter nutzen. Jetzt einen Gang zurückzuschalten wäre fatal.“ Im Falle eines Sieges würde die HSV auf den fünften Platz vorrücken.

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