Hammer SpVg als Außenseiter zum Spitzenreiter Sprockhövel

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Am Sonntag in Sprockhövel gefragt: Hugo Magouhi, einziger Torjäger der Hammer SpVg.

Hamm - Die Hammer SpVg hat ihre Talfahrt durch ein 1:1-Remis gegen den SuS Neuenkirchen gestoppt Doch ob es ab Sonntag wieder bergauf geht, ist ungewiss. Denn die HSV steht vor einer schwierigen Aufgabe, vielleicht der schwierigsten, die die Fußball-Oberliga in dieser Saison zu bieten hat: ein Spiel beim Tabellenführer TSG Sprockhövel (Sonntag, 15 Uhr).

Ebenso gut wie ungern erinnern sich die HSVer an das erste Duell gegen die Gäste vom Sprockhöveler Baumhof. Die präsentierten sich im Hammer Osten von ihrer besten Seite: trickreich, ballgewandt, kombinationssicher, taktisch diszipliniert und körperlich präsent. Ihr 4:1-Sieg war verdient und folgerichtig. Es dauerte bis in den Herbst hinein, bis der Konkurrenz klar wurde, dass diese Seite des einstigen Abstiegskandidaten die normale ist. Der Verein hat mittlerweile die Lizenz für die Regionalliga beantragt – und das in tragenden Teilen aus Eigengewächsen bestehende Team von Trainer Andrius Balaika wird alles dafür tun, dass sie auch genutzt wird.

„Sprockhövel ist ein sehr, sehr starker Gegner. Niemand erwartet von uns, dass wir da hinfahren und gewinnen“, sagt Hamms Trainer Ferhat Cerci, aber auch: „Wenn wir spielen, dann wollen wir Punkte holen – egal, ob gegen den Ersten oder den Letzten. Wir haben Ansprüche an uns selbst. Wir wollen Sprockhövel ärgern.“ Am besten mehr als das, denn das jüngste Remis hat die prekäre Lage des Tabellen-15. nicht grundlegend verbessert. Ein Sieg hätte das wohl schon, doch den vergab Elfmeter-Fehlschütze Semih Yigit. „Es ist schade, dass sich die Mannschaft nicht belohnt hat. Aber überhaupt kein Vorwurf an Semih – selbst Messi und Ronaldo verschießen mal“, sagt Cerci.

Seine Erwartungen wurden durch die Partie am Sonntag jedenfalls nach oben geschraubt: „Wir müssen eine gesunde Aggressivität zeigen, die Zweikämpfe annehmen und konsequent gegen den Ball arbeiten – so wie gegen Neuenkirchen. Wir werden die Partie mit großer Ernsthaftigkeit und Diszplin angehen“, sagt und hofft der 34-Jährige. Und zunächst mit gehobener Vorsicht. „Sprockhövel wird uns von der ersten Minute an unter Druck setzen. Wir lassen uns sicher erstmal etwas zurückfallen und sehen zu, dass wir kein frühes Gegentor bekommen. Es ist sehr wichtig, dass wir kompakt stehen.“

Personell kann Cerci aus dem Vollen schöpfen. Innenverteidiger Damir Kurtovic, der im Dress der U 23 gegen den TuS Haltern die Rote Karte gesehen hatte und gesperrt war, darf wieder mitspielen. Michael Kaminski war unter der Woche krank – ob er am Sonntag mit nach Sprockhövel fährt, ist ungewiss.

Weiter geht es für die HSV am folgenden Gründonnerstag mit der eminent wichtigen Heimpartie gegen die ebenfalls noch abstiegsbedrohte U 23 von Arminia Bielefeld. Das Spiel in der Evora-Arena wird bereits um 16.30 Uhr angepfiffen. - sst

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