Eisbären: Ligastart als Standortbestimmung

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Eisbären-Kapitän Tim Pietzko will mit den Hammer Eisbären das Regionalliga-Finale um die Meisterschaft erreichen.

Hamm - Am Wochenende starten die Hammer Eisbären mit zwei Auswärtsspielen in Herford (Freitag, 20.30 Uhr) und Neuwied (Sonntag, 19 Uhr) in die Eishockey-Regionalliga-Saison. Und der Auftakt wird für die Mannschaft des neuen Trainers Ralf Hoja gleich zu einer Standortbestimmung.

Denn nach der kurzen Vorbereitung weiß im Lager des Werrieser Klubs niemand so richtig, wo die Mannschaft derzeit steht. „Unsere Testspiele konnten darüber keine klaren Erkenntnisse bringen“, meint Kapitän Tim Pietzko, der bereits seit 2009 das Trikot von Lippe Hockey Hamm trägt. Gegen die Oberligisten aus Erfurt, Herne und Essen gab es sechs deutliche Niederlagen, die eine Klasse tiefer spielenden Landesligisten aus Bergisch Gladbach und Troisdorf wurden klar besiegt. „Das Spiel in Herford wird daher für uns schon ein richtiger Gradmesser“, rechnet Pietzko bei den Ostwestfalen mit einem harten Kampf. „Die Halle wird voll sein. Das wird ein schwerer Auftakt, und ich hoffe, dass wir mit einem Sieg zurückkommen werden.“

Auch der Verteidiger geht davon aus, dass es noch gut vier Wochen dauern wird, bis die Automatismen im Team so richtig greifen. „Wir haben bisher schon sehr gut gearbeitet, doch bestimmte Dinge werden erst von Spiel zu Spiel besser. Das haben auch die vergangenen Jahre gezeigt“, meint Pietzko.

Dem neuen Trainer Ralf Hoja bescheinigt er eine sehr gute Arbeit. „Das macht richtig Spaß“, betont Pietzko. Auch sein Vorgänger Daniel Galonska sei ein sehr guter, ehrgeiziger Coach. Zwischen beiden gibt es – so Pietzko – nur einen kleinen Unterschied. „Ralf Hoja arbeitet sehr akribisch in taktischen Teilbereichen, er achtet mehr auf die Kleinigkeiten“, beschreibt Pietzko die Qualitäten des neuen Mannes an der Bande.

Deutlich wird der Eisbären-Routinier, wenn es um das Ziel in dieser Saison geht, obwohl vom Verein bisher keine offiziellen Vorgaben verkündet wurden. „Bisher habe ich in dieser Hinsicht noch nichts gehört. Doch auf Grund unseres Kaders muss es eigentlich das Ziel sein, wieder in das Finale um die Meisterschaft zu kommen.“ Und wenn es nach Pietzko geht, dann soll am Ende auch der Titel am Maximilianpark gefeiert werden. Denn es könnte durchaus sein, dass er seine letzte Saison für die Hammer Eisbären bestreitet. „Ich bin jetzt 30 Jahre alt, habe geheiratet und möchte jetzt auch meine Familienplanung voranbringen“, sagt der Verteidiger. Alles hängt natürlich davon ab, wie die weiteren Planungen des Vereins aussehen. Wenn die Eisbären in naher Zukunft den Sprung in die Oberliga anstreben, dann müssten sie wohl auf Pietzko verzichten. „Oberliga könnte ich zeitlich nicht mehr mit Familie und Beruf vereinbaren. Dann müsste ich wohl passen“, sagt Pietzko, der ein weiteres Jahr in der Regionalliga aber nicht ausschloss. „Wenn es irgendwie geht, dann würde ich mich natürlich gerne mit der Meisterschaft verabschieden.“ Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Denn so richtig kann er die Konkurrenz im Westen nicht einschätzen. „Ratingen wird sicherlich wieder sehr stark sein. Die haben eine eingespielte Mannschaft, kaum Spieler verloren und sich zudem noch verstärkt“, sagt der Eisbären-Kapitän. „Die Mannschaften aus Diez-Limburg und Neuwied haben ein gutes Budget, sind aber für uns sicherlich erst einmal Wundertüten, was die Form angeht.“

Gleich zu Beginn der Saison beklagen die Hammer ein Verteidiger-Problem. Mike Ortwein (Knieverletzung) fällt gut sechs Wochen aus, Til-Lucas Schäfer muss nach einem Arbeitsunfall vermutlich drei Wochen pausieren. Routinier Tim Pietzko ist daher schon zum Auftakt wieder besonders gefordert.

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