Hammer Eisbären feiern 5:4-Sieg gegen EC Lauterbach

+
Fast ausgerutscht: Oliver Kraft beim 5:4-Erfolg der Eisbären gegen den EC Lauterbach.

Hamm - Es war ein zäher Kampf gegen unbequeme Gäste – aber letztlich ein erfolgreicher: Die Hammer Eisbären feierten am Sonntagabend in ihrem ersten Heimspiel der neuen Regionalliga-Saison einen 5:4-Sieg gegen die Luchse Lauterbach.

„Wir haben uns schwer getan, aber Moral bewiesen. Es tut gut, dass wir die drei Punkte haben“, sagte Trainer Ralf Hoja nach der Eishockey-Partie.

Seine Mannschaft begann vor 342 Zuschauern in der Helinet-Eissportarena nervös. Ihr unterliefen etliche Abspielfehler, aus denen die Gäste aus Hessen allerdings kein Kapital zu schlagen wussten. Zum ersten Mal gefährlich vor das Lauterbacher Tor kam Hamm in der sechsten Minute, als Dustin Demuth bei seinem Solo von Philipp Mayer regelwidrig gestoppt wurde. Das hatte Folgen: Der EC-Akteur musste auf die Strafbank. In der letzten Sekunde der folgenden Überzahl traf Kai Domula zum 1:0 (8.). Die Führung brachte mehr Ruhe in die Aktionen der Gastgeber, die zwar nun mehr Biss in der Offensive zeigten, aber ihre Angriffe selten gut zu Ende spielten. Bis zur 17. Minute – dann bediente Oliver Kraft seinen Mitspieler Tommy Kuntu-Blankson, der den Puck zum 2:0 im Netz versenkte. Dabei blieb es bis zur ersten Drittelpause.

Aber nicht lange danach: Nachdem Kuntu-Blankson und Kamil Vavra in kurzer Folge das 3:0 verpasst hatten (21.), begannen für die Gastgeber fünf Horror-Minuten. „Ich habe es schon im ersten Drittel kommen sehen, weil wir viele Fehler gemacht, viele Pucks abgegeben und dadurch Lauterbach ins Spiel gebracht haben“, sagte Hoja später. Zunächst holte sich Lauterbachs Pierre Wex die Scheibe hinter dem Eisbären-Gehäuse und passte sie zu Marijus Maier, der aus nächster Nähe den 2:1-Anschluss erzielte (22.). Wex traf kurze Zeit später die Latte. Von dort aus sprang der Puck hinter die Torlinie, wie die Schiedsrichter nach Protesten der Gäste entschieden. Die Eisbären waren sauer, doch es stand 2:2 (26.). Es kam noch schlimmer: Kenneth Matheson legte kurz darauf das 2:3 nach (27.).

Die Gastgeber schlingerten. Es lief gar nichts mehr – weder hinten noch vorne. Die Gäste hatten mehrfach die Chance zu erhöhen, Wex traf erneut die Latte (32.), doch es blieb beim 2:3. Wenn auch nicht sehr lange. Denn drei Minuten vor dem Drittelende hatte Hamm Glück, dass Lauterbachs Goalie Tim Stenger ein recht harmloser Schuss von Kevin Thau zum 3:3 durch die Schoner rutschte (37.). Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaft, doch er ließ Hamm hoffen.

Zu Beginn des Schlussabschnitts sahen die Zuschauer wieder ein konzentrierteres, besseres Heimteam – und das 4:3. Kevin Thau traf zunächst die Latte und kurze Zeit später ins Tor (47.). Doch schon im Gegenzug stocherte Lauterbachs Julian Grund den Puck aus dem Gewühl heraus zum 4:4 ins Gehäuse. Für Hoja und seine Spieler folgten bange, aber letztlich folgenlose gut vier Minuten in Unterzahl. Kaum waren die Gastgeber wieder vollzählig, erzielte Kuntu-Blankson mit seinem zweiten Treffer des Abends das 5:4 (54.). In der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorne. In dem offenen Schlagabtausch hatte Hamms Kraft noch Chancen, um mit dem sechsten Tor alles klar zu machen. Es reichte auch so.

Mehr zum Thema

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare