28:33 beim Tabellennachbarn

ASV verliert verdient in Wilhelmshaven

[UPDATE 22 Uhr] Wilhelmshaven/Hamm - Die Erwartungen, mit denen der ASV am Samstag die Reise zum Wilhelmshavener HV antrat, darf man wohl als hoch bezeichnen. Nach einer kleinen Negativserie und einer zweiwöchigen Pause wollte Trainer Niels Pfannenschmidt beim Tabellennachbarn mit neuem Elan durchstarten. Doch es blieb bei der Absicht. Am Ende behielt Wilhelmshaven beim 33:28 verdient die Oberhand. 

Erstmals wieder stehen am Samstagabend in Wilhelmshaven Kapitän Jakob Macke und Jan Brosch im Innenblock. Im Tor: der gebürtige Wilhelmshavener Dennis Doden. Mackes Position im Angriff besetzt Björn Zintel. Niels Pfannenschmidt hat seine Mannschaft mit einer 6:0-Deckung eingestellt, doch die Taktik geht nicht auf: Nach zehn Minuten liegt Wilhelmshaven bereits mit 7:3 in Führung. Fast wie in Nordhorn, als der ASV die bislang höchste Niederlage der Saison einstecken musste (16:32). 

Pfannenschmidt nimmt das erste Time-Out. Doch noch kann der ASV den Rückstand nicht entscheidend verringern. Erst beim Stand von 12:7 (21.) liegt der Gastgeber in dieser ersten Hälfte zum letzten Mal mit fünf Toren in Führung - allerdings nur, weil Tomas Mrkva Sekunden vor dem Pfiff den Wurf von Tobias Schwolow hält - seine zweite Parade im ersten Durchgang. Zum Vergleich: WHV-Keeper Adam Weiner zählt acht. 

Zweimal, nach einem Doppelschlag von Marian Orlowski und Jan Brosch (24./25.) zum zwischenzeitlichen 13:11 und dem 14:12 von Joscha Ritterbach (28.), kommen die Hammer nah dran. Doch in die Pause gehen die Gastgeber mit einem Vier-Tore-Polster (16:12). 

Wilhelmshaven hält Distanz

Auch nach dem Wechsel hält Wilhelmshaven weitgehend die Distanz. In der 35. Minute nimmt Markus Fuchs die Position von Jan Brosch ein. Der hat sich zuvor lange behandeln lassen, doch eine Oberschenkelverletzung scheint sein Spiel für heute zu beenden. 

Die Partie ist entschieden, als Jan-Lars Gaubatz beim Stand von 27:24 nur den Pfosten und Moritz Barkow kurz darauf per Heber zum 28:24 für den WHV trifft. Der Rest ist Geschichte: Adam Weiner hält noch einmal gegen Gaubatz, dann ist Schluss beim Stand von 33:28. Es ist eine verdiente Niederlage; der ASV gab sich in der zweiten Hälfte in der Deckung beweglicher, blieb aber vorne ohne die nötige Durchschlagskraft. 

Stefan Just gab sich nach dem Abpfiff enttäuscht: "Wir haben ohne Moral gespielt, ohne den letzten Willen, und dafür ist Wilhelmshaven einfach eine zu gute Mannschaft, als dass man hier gewinnen könnte." Er sei froh, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel, "aber immerhin waren wir nicht so schlecht wie in Nordhorn." 

Niels Pfannenschmidt sah "einen verdienten Sieg für Wilhelmshaven, wir sind immer hinterher gerannt. Ein Lichtblick ist, dass Macke und Just uns wieder mehr Stabilität in der Abwehr verliehen haben. Das zeigt, wie sehr sie uns in den letzten drei Monaten gefehlt haben." 

ASV: Kroemer, Doden, Mrkva - Blohme (3), Huesmann (2), Brosch (1), Fuchs, Macke (2), Schmidt, Ritterbach (7/2), Just (1/1), Gaubatz (1), Orlowski (4), Zintel, Possehl (4)

Wilhelmshavener HV: Bokesch, Weiner - Warnecke, Lehmann (4), Vorontsov, S. Kohler, Barkow (2), Mertens (7), J. Kohler (1), Schweigart, Kozul (5), Schwolow (5/3), Drechsler (6)

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