0:4 – TSC verpatzt Heimstart gegen Warendorf

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Mit 0:4 unterlag der TSC Hamm der Warendorfer SU am Ende deutliche.

Hamm - Den Start hatten sich die Verantwortlichen des TSC Hamm ein wenig anders vorgestellt. Nach dem unglücklichen 1:1-Unentschieden zum Auftakt der Bezirksliga-Saison bei Westfalia Rhynern II ging die Mannschaft von Erdal Akyüz zur Heimpremiere im Jahnstadion gegen die Warendorfer SU gar leer aus. Zudem fiel die Niederlage mit 0:4 (0:1) gegen den ambitionierten Gast heftig aus.

„Der Elfmeter zum 0:2 hat uns das Genick gebrochen“, sagte der TSC-Coach, der vor allem von der Leistung seines Teams nach dieser Szene enttäuscht war. „Ein Aufbäumen war von uns danach nicht zu sehen. Wir haben die Niederlage einfach hingenommen.“ WSU-Trainer Johannes Zurfähr hatte zwar eine Partie gesehen, in der „eine mäßige Leistung“ zum Sieg gereicht hatte, war aber naturgemäß mit dem Ergebnis sehr zufrieden. 

„In der ersten Halbzeit war es noch ausgeglichen. Es gab drei gute Chancen für beide Mannschaften“, sagte er. „Aber hinten heraus habe ich klare Chancen für den Gegner nicht mehr gesehen.“ Die wenigen Zuschauer mussten sich allerdings bis zur 16. Minute gedulden, bis es zum ersten Mal spannend wurde. Zum Ärger der Gastgeber bedeutete das auch gleich den frühen Rückstand: Niklas Steinkamp hatte den Ball von der rechten Seite hereingeflankt, und Maximilian Schubert war gedankenschneller als die TSC-Defensive, als er zum 0:1 ins Netz traf. Eine Szene, die das größte Problem der Hammer deutlich machte: „Wir mussten unsere Viererkette fast komplett ersetzen“, sagte Akyüz. „Und unser starkes Aufbauspiel aus der Partie in Rhynern war gar nicht zu sehen.“ Innenverteidiger Damir Kurtovic (Rotsperre) fiel aus. Für ihn rückte Kerim Isiktekin in die Innenverteidigung. „Und er hat nicht gerade seinen Sahnetag gehabt“, mäkelte sein Coach. „Beim 0:1 war es sein Abwehrschnitzer, und beim Elfmeter zum 0:2 war er wieder beteiligt.“

Bis es soweit war, erspielte sich der TSC allerdings im ersten Durchgang einige Möglichkeiten und hätte den Ausgleich verdient gehabt. Doch Gästekeeper Thomas Wilmer parierte einen Kopfball von Ersin Sen stark (21.), und auch in der Folge trafen die Hausherren bei guten Gelegenheiten durch Vadim Baumbach (33.), der zudem noch vor der Pause verletzt den Platz verlassen musste, Aziz Kucavica (36.) und Ersin Sen (42.) nicht ins Netz. „Vor der Pause hatten wir doch Chancen im Minutentakt“, ärgerte sich Akyüz. „Davon musst du einfach eine machen.“ Auf der anderen Seite erarbeiteten sich die Gäste ihre weiteren Gelegenheiten durch Christoph Kuhlmeier (26./40.) auf die gleiche Art wie beim Führungstreffer – mit einer langen Flanke von der rechten Seite ins Zentrum, wo der Warendorfer jeweils volley verzog.

Nach dem Wechsel hatte sich der TSC viel vorgenommen, wurde aber jäh durch den Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Yüksel Yavuz gestoppt. „Den muss man nicht pfeifen“, ärgerte sich Akyüz nach der Attacke von Isiktekin. Dennis Bonin nutzte die Chance zum 0:2 (52.). Danach bot der TSC nicht mehr viel Gegenwehr, und Wacker (61.) sowie der eingewechselte Fahri Malaj (90.+1) besorgten den Endstand.

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