GW Hamm holt Japaner Takami und peilt Aufstieg an

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Neue Nummer eins des TTC GW: Masaki Takami.

Hamm - Der Tischtennis-Drittligist TTC GW Bad Hamm peilt den Aufstieg an. Nach dem Serben Valentin Nadj Nemedi und dem Polen Artur Bialek haben die Grünweißen kurz vor dem Ende der Wechselfrist noch einen Rohdiamanten aus Fernost unter Vertrag genommen: Der 16-jährige Japaner Masaki Takami wird in der kommenden Saison neuer Spitzenspieler des TTC. Wie oft und wann genau er im Hammer Trikot zum Einsatz kommen wird, steht noch nicht fest.

Vier bis sechs Partien soll Takami nach Angaben des GW-Vorsitzenden Martin Vatheuer bestreiten – am besten dann, wenn es gegen Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg geht. Mit Spannung erwarten die Verantwortlichen daher die Ligatagung, auf der der Spielplan verabschiedet wird. Der japanische Jugend-Nationalspieler, der noch in diesem Monat seinen 17. Geburtstag feiert, wird weiterhin viele nationale und internationale Einsätze bestreiten. Zuletzt trat er bei den Australian Open an. Denkbar ist, dass Takami im Anschluss an Turniere in Europa für die Grünweißen an die Platte geht. „Wir sind über unsere Vereinbarungen mit unseren anderen Spielern sehr flexibel in Richtung der Einsätze“, sagt Vatheuer.

Er erwartet einen spannenden Kampf um die vorderen Plätze. „Es wird wohl keinen Überflieger mehr geben wie in der vergangenen Saison den 1. FC Köln. Es kommen mehrere Mannschaften für Platz eins in Frage“, so Vatheuer. Zu diesem Kreis zählt er Hertha BSC, Absteiger TTC Ruhrstadt Herne, den TuS Celle, mit Abstrichen auch den TTC Seligenstadt – und sein Team. „Ich würde uns auch dazu zählen. Wir wollen an den vorderen Plätzen schnupern. Wer am Ende auf welchem Rang landet, wird sicher auch davon abhängen, wer häufig mit der besten Besetzung spielen kann. Die Spitze ist sehr ausgeglichen.“ Takami, der den mit Abstand höchsten Leistungsindex-Wert aller GW-Akteure aufweist, könnte Hamms Joker sein im Kampf um die Rückkehr unter die 20 besten Teams Deutschlands.

Hinter dem japanischen Talent werden der Pole Artur Bialek, Gerrit Engemann, der Serbe Valentin Nadj Nemedi, Spielertrainer Bernd Ahrens und Henning Zeptner gemeldet. Damit verfügt Grünweiß über einen Sechser-Kader. Illia Barbolin und Doyub Kim verlassen den Verein. „Im letzten Jahr hatten wir schon fünf Spieler in unserem Kader, und trotzdem mussten wir in zwei Partien mit Leuten aus der zweiten Mannschaft antreten. Das soll nicht wieder vorkommen“, sagt Vatheuer.

Zumal der Unterbau wegbricht. Der TTC GW hat sein zweites Team von der NRW- in die Landesliga zurückstufen lassen und das dritte Team aus der Bezirksliga abgemeldet. Der Verein trennt damit sehr viel deutlicher als bisher Leistungssport- und Amateurbereich. „Die NRW-Liga ist mittlerweile so eine starke Spielklasse geworden, dass wir personell hätten aufrüsten müssen, um drin zu bleiben“, sagt Vatheuer. Die Verantwortlichen entschieden sich auch aus finanziellen Erwägungen dagegen. Zwar schaffte das Team als Neunter den Klassenerhalt, personell fehlte jedoch die Kontiunität.

Die Grünweißen trennen sich von einigen Spielern und starten künftig in der Landesliga-Staffel 2, in der unter anderen auch der Hammer SC und die TTF Bönen II spielen, mit einem neu formierten Team um Vatheuer und Christopher Hilbig.

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