Härtel qualifiziert sich für Weltmeisterschaft auf Hawaii

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Christian Härtel war in Klagenfurt schnell unterwegs. Den Ironman Austria absolvierte er unter neun Stunden.

Klagenfurt – Christian Härtel, Triathlet von Tri-As Hamm, hat den Ironman im österreichischen Klagenfurt unter neun Stunden absolviert und sich damit für die Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifiziert.

Der Hammer Ausdauersportler benötigte für die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und den abschließenden Marathonlauf 8:53,29 Stunden. Damit ist Härtel hinter Olaf Reitenbach, der den Wettbewerb 2000 in 8:47 Stunden beendete, der zweitschnellste Hammer auf der Langdistanz.

3200 Athleten, davon 330 Frauen, gingen beim Ironman Austria auf die anspruchsvolle Strecke. Neben Christian Härtel waren auch Michael und Bettina Zarth vom Tri-As am Start. Die Bedingungen waren nicht einfach. Durch eine Hitzeperiode hatte sich der Wörthersee bereits auf mehr als 24 Grad aufgeheizt, sodass ein Verbot von Neoprenanzügen drohte.

Das ereilte jedoch nur die Profis, für die die Grenze bereits bei 22 Grad liegt. Erstmals sollte der so genannte Rolling Start zum Tragen kommen. Bei diesem Startprozedere ist geplant, dass jede Sekunde zwei Athleten auf die 226 Kilometer lange Reise geschickt werden. Doch in Klagenfurt verlief die Zeiteinteilung der Athleten, die sie nach ihren Schwimmzeit starten sollten, nicht optimal, so dass es Christian Härtel in der ersten Startwelle an den Wendebojen wieder mit den typischen Rangeleien wie bei den üblichen Massenstarts zu tun hatte. Erfreulicher Weise überholte er auf den letzten 1000 Metern, die im Lendkanal geschwommen wurden, sogar noch einige Profis und verließ als Zehnter seiner Altersklasse (54:49 Minuten) das Wasser.

Die Beiden anderen Hammer Sportler hatten sich in andere Starblöcke eingeordnet, mussten jedoch auch feststellen, dass viele unabhängig von ihren Schwimmzeiten ins Wasser gedrängt waren, was Bettina Zarth in dem Kanal ausbremste. Auf der 180 km langen Radstrecke, die mit zwei knackigen Anstiegen von zehn und zwölf Prozent Steigung sowie zahlreichen weiteren Anstiegen gespickt war, hieß es die Kräfte einzuteilen.

Angespornt wurden die Hammer am Anstieg Richtung Faaker See. Dort feuerten Hermann und Sieglinde Aschwer, die als Helfer an einer Verpflegungsstation den gesamten Tag auf den Beinen waren, ihre Vereinskameraden an. Sie gehörten zu den mehr als 1000 Freiwilligen, die sich um die Versorgung aller Teilnehmer kümmerten.

Regenschauer zwangen die Athleten beim Radfahren auf der nassen Fahrbahn zur Vorsicht. Zarth, der auf dem Rad mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, fuhr dennoch einen Schnitt von 33,59 km in der Stunde und überholte zahlreiche Konkurrenten. Auch hier war Härtel der schnellste der heimischen Triathleten und stellte nach 4:49,49 Stunden und damit bereits auf dem sechsten Platz liegend sein Rad in der Wechselzone ab, um den abschließenden Marathon entlang des Wörthersees und durch die Klagenfurter Innenstadt zu laufen.

Nach einer schnellen ersten Hälfte musste Härtel dem schwülen Wetter Tribut zollen und Tempo herausnehmen. Glücklich und zufrieden kam er aber nach einer Laufzeit von 3:01,52 und einer hervorragenden Gesamtzeit von 8:53,29 Stunden ins Ziel. Unter allen Athleten, auch den Profis, sicherte er sich damit den 23. Platz und erhielt zum zweiten Mal in seiner sportlichen Laufbahn die Möglichkeit, an der Weltmeisterschaft auf Hawaii teilzunehmen. Aufgrund anderweitiger Planungen wird er dort jedoch nicht starten.

Michael Zarth erreichte nach 10:37,14 das Ziel. Bettina Zarth beendete die 226 km lange Strecke nach 14:14,20 Stunden.  

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