Hackentrick gegen die Preußen - Warsteiner Topelf ärgert Münster

Hilbeck - Erschöpft, aber glücklich – die Spieler der Warsteiner Top Elf konnten nach ihrem Auftritt gegen den Drittligisten Preußen Münster vor etwa 300 Zuschauern im Hilbecker Willi-Hafer-Stadion mehr als zufrieden sein, hatten sie den Traditionsverein doch teilweise ärgern können und auch das Ergebnis fiel mit 1:5 nicht so deutlich aus wie zuvor befürchtet.

„Ich hatte mir etwas mehr vorgestellt“, kommentierte Preußen-Coach Horst Steffen nach der Partie. Ein viel größeres Lob konnte man der von Alf Dambrowsky und Dominik Buschmann betreuten Auswahl kaum aussprechen. Der ehemalige Bundesligaprofi Steffen war mit einem kompletten Kader angereist. Darunter auch der Stockumer Bennet Eickhoff, der bis zur Mitte der zweiten Hälfte als Rechtsverteidiger spielte.

Gerade zu Beginn taten sich die Münsteraner aber schwer, Torchancen zu kreieren. Die Topelf stand defensiv sicher, agierte aber gleichzeitig auch frech und mutig, wenn sich die Gelegenheit bot. Ein gutes Beispiel hierfür war etwa ein Hackentrick von Daniel Janetzky (Sus Bad Westernkotten), mit dem er seinen Münsteraner Gegenspieler tunnelte und sich spontanen Applaus von den Zuschauern abholte.

Es brauchte schon einen zweifelhaften Elfmeterpfiff, um das Spiel in die erwartbare Richtung zu lenken: Fabio Mattina (SuS Bad Westernkotten) hatte in den Augen des Schiedsrichters Tobias Rühle zu Fall gebracht und Michele Rizzi verwandelte in der 20. Minute den fälligen Strafstoß gegen Alexander Hahnemann (Westfalia Rhynern), der in der ersten Halbzeit das Tor der Topelf hütete. So lange war noch kein Testspielgegner in der aktuellen Saisonvorbereitung der Preußen ohne Gegentor geblieben.

Das 0:1 brachte die Topelf aber nicht aus dem Konzept. Ein Konter über Christoph Escherhaus (SG Oestinghausen) und Björn Traufetter konnte der Münsteraner Torwart gerade noch entschärfen.

Die Preußen präsentierten sich vor dem Tor treffsicherer und erhöhten kurz vor dem Pausenpfiff durch Danilo Wiebe, der Alexander Hahnemann umkurvte, auf 2:0.

In der zweiten Hälfte wurde munter durchgewechselt und die Topelf überraschte den Gegner mit einer etwas offensiveren Ausrichtung, was sich sofort auszahlte. Gianluca Greco (SC Neheim) tankte sich in den Münsteraner Strafraum durch und erzielte den umjubelten Anschlusstreffer. Mit einem zweiten Elfmeter stellte der Preußen-Kapitän Amaury Bischoff den alten Abstand allerdings schnell wieder her.

Ein zweites Tor der Gastgeber wäre möglich gewesen, wenn Stephan Gross (Preußen TV Werl) im Sechzehner nicht knapp am Ball vorbeigerutscht wäre. Im direkten Gegenzug spielten die Adlerträger ihre Klasse aus und erhöhten durch Tobias Rühle auf 4:1.

Nach dem vierten Treffer der Gäste war die Luft raus. Viel passierte in den Schlussminuten nicht mehr. Erst mit dem Schlusspfiff sorgte Jesse Weißenfels für den 5:1-Endstand.

Warsteiner Topelf

Alexander Hahnemann, Wieland Westfhoff – Sascha Eckert, Patrick Schmidt, Andreas Neumann, Cihad Kücükyagci, Dustin Wurst, Stephan Gross, Hendrik Kleine, Daniel Janetzky, Björn Traufetter, Oghuzan Yildirim, Emir Bajric, Fabio Mattina, Julian Kropp, Armando Castiglione, Alex Ronneburg, Ahmet Aktas, Dustin Wypyszewski, Christoph Escherhaus, Rene Wessels, David Hartenstein, Andrej Redko, Lukas Brenk.

Trainer: Dominik Buschmann, Alf Dambrowsky.

Preußen Münster

Patrick Drewes, Maximilian Schulze – Jeron Al Hazaimeh, Sebastian Mai, Simon Scherder, Benjamin Schwarz, Lion Schweers, Stephane Tritz, Bennet Eickhoff, Amaury Bischoff, Sandrino Braun, Philipp Hoffmann, Edisson Jordanov, Sinan Tekerci, Cihan Özkara, Michele Rizzi, Danilo Wiebe, Mehmet Kara, Adriano Grimaldi, Tobias Warschewski, Tobias Rühle, Lennart Stoll, Jesse Weißenfels.

Trainer: Horst Steffen.

Co-Trainer: Sretko Ristic.

Sportlicher Leiter: Carsten Gockel

Rubriklistenbild: © Wolfgart

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