Grosser gewinnt Etappe bei der 37. Oder-Rundfahrt

+
Aaron Grosser (Mitte) bejubelt seinen Sieg auf der 2. Etappe der Oder-Rundfahrt.

Frankfurt/Oder - Rund 530 Kilometer beträgt der Weg von Frankfurt/Oder nach Hamm. Eine lange Strecke, die Aaron Grosser Sonntag Nachmittag mit dem Auto zu bewältigen hatte. Doch die Rückreise von einem Rennen fiel dem 19 Jahre alten Radfahrer vom Team Sauerland NRW so leicht wie selten zuvor. Denn Grosser hatte auf der zweiten Etappe der 37. Oder-Rundfahrt über 163 km für einen Überraschungscoup gesorgt und in der Oderniederung Thälmannsiedlung die Sprintankunft vor dem deutschen U23-Meister Pascal Ackermann gewonnen. „Das war die absolute Krönung“, strahlte der junge Hammer. „Es war wohl eine hauchdünne Entscheidung, aber Hauptsache gewonnen. Das war die Bestätigung meiner guten Auftritte in den Rennen zuvor, das tat richtig gut.“

Auf der erstene Etappe, die als großer Preis der Stadt Frankfurt (Oder) gestartet wurde, hatte eine Ausreißergruppe mit neun Fahrern den sieg unter sich ausgemacht, und Grosser gewann den Sprint des Hauptfeldes, wurde Zehnter. Am zweiten Tag ging es in die Thälmannsiedlung – ein Ort, den Grosser wohl nicht so schnell vergessen wird. Nachdem seine Mannschaft optimal für ihn gearbeitet hatte, hängte er sich an das Hinterrad von Ackermann. „Der stand schon recht lange im Wind. Ich habe dann nicht lange gefackelt und bin vorbeigezogen“, berichtete der Hammer.

Beim Einzelzeitfahren am dritten Tag ließ es Grosser auf Geheiß seiner Teamleitung etwas ruhiger angehen, um sich für die schwere Etappe am Abend zu schonen. Dennoch reichte es noch zum 33. Platz. Beim Rundstreckenrennen in Güldendorf wurde den Rennfahrern dann alles abverlangte. Im Frankfurter Ortsteil wurde auf einem 3,5 Kilometer langen Rundkurs Richtung Buschmühlenweg gefahren. 25 Mal ging es im wahrsten Sinne des Wortes rund – und das mit einem Anstieg bis zu 15 Prozent. Vier Fahrer waren letztlich vorneweg, und Grosser wurde Achter im Sprint des Feldes. Der Showdown fand in Podelzig am gefürchteten Kopfsteinpflasterberg mit bis zu 18 Prozent Steigung statt – hier wurde Grosser hinter zwei Ausreißern Dritter im Sprint des Hauptfeldes. Insgesamt kam er auf Rang 18. „Damit bin ich sehr zufrieden. Ich war viermal unter den ersten 15. Aber der Etappensieg überstrahlt natürlich alles“, so Grosser.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare