Große Freude über Medaillen von Bülow und Unterkötter

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Sorgten in Szeged für einen Paukenschlag: Jana Unterkötter (links) und Vanessa Bülow. In der Mitte Manuel. Matzka

Szeged -  Eigentlich waren sie schon mächtig stolz darauf, einfach nur dabei zu sein. Dass Vanessa Bülow und Jana Unterkötter vom Kanu-Ring Hamm am Ende mit gleich drei Medaillen von den Olympic Hope Games aus dem ungarischen Szeged nach Hause kamen, machte NRW-Stützpunkttrainer Manuel Matzka auch einen Tag später noch überaus glücklich. „Das ist unfassbar, damit hatten wir nie gerechnet“, meinte der Coach, der als Fan mitgereist war.

Der Kanurennsport hat in Ungarn einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland. Das merkten auch die drei Hammer schnell, als sie in Szeged an der Strecke ankamen. „Bei uns ist das ja nur eine Randsportart. Aber da wird ganz anders aufgefahren, das ist alles unglaublich professionell. In Ungarn ist Kanurennsport eine große Nummer“, staunte Matzka auch über die zahlreichen TV-Kameras, die das Geschehen live für das ungarische Fernsehen aufzeichneten. Entsprechend groß war auch die Anspannung bei Bülow und Unterkötter. „Wir waren alle mächtig aufgeregt, wie das wird. Denn die Olympic Hope Games sind quasi die Weltmeisterschaften für die 15- bis 17-Jährigen“, so der 28 Jahre alte Trainer.

Umso beeindruckender war es, wie die beiden jungen Hammer Kanutinnen mit der ungewohnten Situation umgingen. Denn immerhin waren 31 Nationen am Start, selbst aus Japan, Neuseeland, Australien und den USA waren die Nachwuchsnationalmannschaften für die dreitägige Veranstaltung angereist. „Das zeigt, welch hohen Stellenwert dieser Wettkampf hat“, erklärte Matzka. „Sonst würde ja niemand die Strapazen einer so weiten Anreise für nur ein Wochenende auf sich nehmen.“ Bülow (Jg. 2001) und Unterkötter (Jg. 1999) hatten sich Ende August bei den Deutschen Meisterschaften für die Olympic Hope Games qualifiziert und mussten anschließend drei weitere Wochen ihr hohes Trainingspensum abspulen. „Die Saison war lang und hart. Und eigentlich waren alle froh, dass sie nach der DM eine Pause einlegen konnten. Aber Vanessa und Jana haben noch eine Schüppe draufgelegt, die beiden waren unglaublich motiviert und habe klasse mitgezogen“, lobte Matzka seine Schützlinge, die sich in Ungarn mit ihren tollen Ergebnissen die entsprechende Belohnung abholten – obwohl sie kaum Zeit gehabt hatten, sich mit den anderen Mitgliedern der Nationalmannschaft einzufahren.

Vanessa Bülow belegte in der Altersklasse 15 im Einer-Kajak über 500 m genauso den ersten Platz wie über die gleiche Strecke im Vierer. Dabei war es eine besondere Auszeichnung für sie, dass sie im Vierer von den Bundestrainern am Schlag nominiert worden war. Hinzu kamen noch ein dritter Rang im Zweier über 200 m und ein fünfter Platz im Einer über 1000 m. Unterkötter, die schon im vergangenen Jahr bei den Olympic Hope Games gestartet und vor zwölf Monaten mit dem unglücklichen vierten Platz nach Hamm zurückgekehrt war, durfte sich dieses Mal über eine Medaille freuen. In der Alterklasse 17 fuhr sie im Zweier über 500 m auf den dritten Rang vor und wurde mit der Bronzemedaille belohnt. Über 200 m landete sie im Vierer noch auf Platz vier.

„Dass sie nach der DM für ihre guten Leistungen nominiert worden waren, ist schon unglaublich. Dass sie jetzt drei Medaillen geholt haben, macht uns alle sehr stolz“, so Matzka.

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