SK Germania startet in die neue Saison

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Kevin Karschau

Hamm -  Die Vorbereitung ist abgeschlossen – am Samstag wird es für den Rollhockey-Bundesligisten SK Germania Herringen wierder ernst, wenn mit dem Auswärtsspiel beim RHC Recklinghausen (Anstoß 15.30 Uhr) die erste Pflichtaufgabe der neue Saison auf den deutschen Vize-Meister wartet. „Wir haben alle Lust und sind heiß“, sagt der neue SKG-Trainer Christian Zarod, der sich zum Auftakt allerdings einen anderen Gegner gewünscht hätte.

Denn die Recklinghäuser rangierten in den vergangenen Jahren immer im unteren Tabellenbereich, daher hat der Coach ein wenig Sorge, dass seine Schützlinge den Gegner auf die leichte Schulter nehmen und nicht mit der nötigen Konzentration zu Werke gehen. „In den vergangenen zwei Jahren haben wir jeweils gegen Düsseldorf begonnen, das war sofort ein Kracher. Am liebsten wäre mir eine Mannschaft aus der Mittelklasse gewesen, dann wären die Jungs von Anfang an mit Strom dabei“, meint Zarod vor dem Kaltstart in die neue Saison. Denn er hat mit seinem Team kein einziges Vorbereitungsspiel bestritten. „Wir haben zwar eine Begegnung gegen die U17-Nationalmannschaft ausgetragen, aber das war nichts Offizielles, und es waren auch nicht alle Jungs dabei. Von daher kommt uns der Spielplan doch etwas entgegen, dass wir nicht gleich gegen ein Schwergewicht der Liga beginnen.“

Gut vorbereitet sieht er seine Mannschaft dennoch. Nachdem er in der ersten Trainingswoche mit drei Einheiten gestartet war, setzte er anschließend vier Tage an, um zuerst ausreichend in konditioneller Hinsicht zu arbeiten, ehe dann Technik und Taktik auf dem Übungsprogramm standen. „Ich bin super zufrieden, wie die Jungs mitgezogen haben. Das hat allen großen Spaß bereitet“, sagt Zarod. „Kevin Karschau zum Beispiel war immer vorneweg, selbst in seinem Urlaub hat er Gas gegeben und keine Einheit ausgelassen. Das war tiptop.“

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Dass seine Mannschaft aber zum Start noch nicht bei 100 Prozent ist, ist für ihn vollkommen klar. Und auch eingeplant. „Wir wollen nächstes Jahr im Frühjahr bei den Playoffs voll da sein und nicht in der Vorrunde brillieren“, betont der Coach, der seinem Team wieder eine etwas andere Vorgabe mit auf den Weg geben wird als sein Vorgänger Hans-Werner „Alfredo“ Meier, unter dessen Regie die Herringer vier Endspiele in Serie verloren hatten. 

„Zum einen sollen die Akteure wieder mehr Spaß und Freude haben und sich nicht immerzu Gedanken über taktische Vorgaben machen müssen. Zum anderen werden wir wieder auf das altbewährte System setzen und versuchen, hinten kompakt zu stehen, um dann bei Ballgewinn über schnelle Gegenangriffe zum Erfolg zu kommen. Wir werden also wieder mehr Tempo in unseren Aktionen haben“, erklärt Zarod, der übrigens betont, dass er bislang noch keinen Hauch von Nervosität angesichts der Tatsache spürt, dass er am Samstag erstmals als alleinverantwortlicher Trainer an der Bande des SK Germania Herringen stehen wird. 

„Bislang ist alles normal. Vielleicht kommt das aber noch am Samstag oder vielleicht auch erst vor unserem ersten Heimspiel“, sagt der Coach und fragt sich, warum er eigentlich angespannt sein soll. „Wir haben doch gut gearbeitet, und die Jungs wollen. Und ich weiß, was die Mannschaft leisten kann.“ Selbst die Tatsache, dass am Samstag in Recklinghausen mit Robin Schulz (Urlaub), Stefan Gürtler (privat verhindert) und Justin Klein (Bandscheibenvorfall) drei Spieler fehlen, bereitet ihm kein allzu großes Kopfzerbrechen.

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