Aufstieg adé: Lohauserholz unterliegt RW Deuten

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Die Saisonverlängerung des TuS Germania Lohauserholz dauerte nur 90 Minuten.

Datteln - Die Saisonverlängerung des TuS Germania Lohauserholz dauerte nur 90 Minuten. Und zwar genau 90 Minuten. Schiedsrichter Jürgen Meller ließ am Donnerstagabend in der Erstrundenpartie um den Aufstieg in die Fußball-Landesliga in Datteln nicht nachspielen. Proteste gab es keine, denn die Entscheidung war lange vorher gefallen. Klar und verdient mit 1:5 (0:1) unterlag das Team von Trainer Michael Scheffler dem SV RW Deuten und startete damit um Punkt 20 Uhr in seine fünfeinhalbwöchige Sommerpause.

Die Spieler nahmen das Aus gelassen. „Das war deutlich. Aber ich bin jetzt nicht sehr traurig, dass es vorbei ist. Die Bezirksliga ist nächste Saison interessant“, sagte Timo Hilse, dem der einzige Treffer für Lohauserholz zum zwischenzeitlichen 1:1 gelungen war. „Deuten war gut, der Sieg geht in Ordnung. Wir haben schon in der ersten Halbzeit alles falsch gemacht, was man falsch machen kann“, fügte Scheffler an, der Torhüter Marcel Klemmer von seiner Kritik jedoch ausnahm: „Es hört sich blöd an, aber dank Marcel bleibt das Ergebnis noch im Rahmen.“

Vor der Partie im Ostring-Stadion war Schefflers Zuversicht, die nächste Station der Aufstiegsrunde zu erreichen, noch groß gewesen, denn entgegen der Erwartungen konnte er in bester Besetzung spielen lassen. Von der war zunächst herzlich wenig zu sehen. Deuten, Vizemeister der Bezirksliga 11, war von Beginn an überlegen. Nur dank Glück und Klemmer hieß es vor etwa 150 Zuschauern nicht bereits nach zehn Minuten 0:3 aus Sicht der Hammer, die erst nach einer Viertelstunde in Person von Hilse gefährlich wurden. Er scheiterte an Torwart Lucas Glade (15.), der etwas später auch einen Kopfball von Kevin Hillebrand parierte (22.). Nicht lange danach markierte Deutens Torjäger Steffen Rekers allerdings das überfällige 1:0 (28.). Wieder war Hölzkens Defensive nicht im Bilde gewesen.

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Unverändert war zunächst auch das Bild auf dem Platz. Deuten drückte und hatte durch Fabian Brom die erste Chance der zweiten 45 Minuten (47.). Hölzken hielt fortan etwas besser dagegen – und kam wie aus dem Nichts sogar zum Ausgleich. Hillebrands Flanke erreichte den sträflich allein gelassenen Hilse, der wenig Mühe hatte, das 1:1 zu köpfen (52.). „Danach war ich frohen Mutes, denn während der Saison haben wir oft in der zweiten Halbzeit nachgelegt“, sagte Scheffler. 

Nur vier Minuten währte seine Hoffnung, dann ging es Schlag auf Schlag. Erst traf Rekers aus der Drehung zum 2:1 (54.), dann legte der frühere Rhyneraner Oberliga-Spieler Tobias Urban per Lupfer aus 20 Metern das 3:1 für Deuten nach (59.). Als Lukas Nolte nach einem Kopfball von Rekers an die Unterkante der Latte zum 4:1 abstaubte (68.), war die Partie gelaufen. Beide Teams taten nicht mehr als nötig. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Nico Winter mit seinem Tor zum 5:1. Meller pfiff erst gar nicht mehr an. Schefflers Humor hatte unter dem unerwartet klaren Aus in der Aufstiegsrunde jedenfalls nicht gelitten: „Es ist schon ein Kunststück, seine schlechteste Saisonleistung in der Aufstiegsrunde zu zeigen“, sagte er und lächelte. Zumindest ein wenig.

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