SG geht als Außenseiter ins Kreispokal-Endspiel

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Bezirksligist SG Bockum-Hövel trifft im Finale auf Westfalenligist Holzwickede.

Hamm – Bloß gut, dass Markus Matzelle, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SG Bockum-Hövel, und seine Männer den Klassenerhalt am vorletzten Spieltag der Saison unter Dach und Fach gebracht haben. „Hätten wir das nicht geschafft, wäre es für mich schwierig geworden, welcheMannschaft ich ins Kreispokal-Endspiel geschickt hätte“, sagt der Trainer. „Aber jetzt kann ich aus dem Vollen schöpfen.“ Am Donnerstag um 15 Uhr trifft die SG auf dem Sportplatz des BSV Heeren auf den Westfalenligisten Holzwickeder SC.

„Ich denke, da sind die Rollen klar verteilt“, erklärt Matzelle. „Holzwickede ist der Favorit und wir sind der klare Außenseiter.“ Eine Rolle, mit der 48-Jährige gut leben kann. „Ich sehe uns aber nicht als den klaren Verlierer“, betont er. Mit Disziplin und Respekt will er dem zwei Klassen höher spielenden Gegner gegenübertreten. „Dass wir das Endspiel erreicht haben, ist schon eine tolle Geschichte und ein perfekter Abschluss der Saison“, sagt der SG-Coach. „Wir haben die Klasse gehalten und können nun ganz befreit aufspielen. Schließlich haben wir nichts zu verlieren.“

Anders als Gegner Holzwickede. Der Westfalenligist steht in dem ungleichen Duell unter Zugzwang. Das weiß auch HSC-Trainer Ingo Peters, der sich mit einem Titel in den sportlichen Ruhestand verabschieden möchte. Die Erwartungen an seine Mannschaft sind hoch, das Blamage-Potential im Fall einer Niederlage aber noch höher. Deshalb hat der HSC-Coach seine Spieler auch in die Pflicht genommen und sie davor gewarnt, die Partie als Selbstläufer anzusehen.

Die Art und Weise, wie die SG das Finale erreicht hat, hat Peters beeindruckt. Die Bockum-Höveler haben den TuS Alteheide (3:1), Eintracht Werne (1:0), SV Frömern (8:0), SV Stockum (6:0) und zuletzt den TSC Hamm (2:0) ausgeschaltet. Und dass Thomas Wilczek in der laufenden Saison bereits 13 Tore erzielt hat, ist dem HSC-Trainer nicht verborgen geblieben. Seine Mannschaft hat sich auf dem Weg ins Endspiel gegen den SC Fröndenberg (6:0), TuS Niederaden (10:9 nach Elfmeterschießen), SV Bausenhagen (3:1), Westfalia Wethmar (2:0) und den Bezirksligisten VfL Kamen (5:2) durchgesetzt. Dabei musste Peters erkennen, dass sich alle Gegner gegen den Westfalenligisten mächtig ins Zeug gelegt haben. Und das erwartet er auch von der SG.

Für Matzelle ist der Endspielgegner kein Unbekannter. „Holzwickede hat eine eingespielte Mannschaft mit großer Erfahrung“, sagt er. „Einige Spieler sind schon in der Oberliga aufgelaufen.“ Der SG-Trainer hofft, dass der Favorit sein Team nicht ganz so ernst nimmt. Verlassen will er sich nicht darauf, deshalb setzt er im Spiel auf eine gute Ordnung und eine starke Defensive. „Wir wissen, was uns erwartet“, sagt er. „Mit Respekt werden wir an die Aufgabe gehen, dürfen jedoch nicht vor Ehrfurcht erstarren.“

Dass sein Team am Feiertag zum Einsatz kommen würde, war für den SG-Trainer nicht absehbar, deshalb muss er auf einige seiner Spieler verzichten. So sind Mirko Müller, Damian Manka und Tobias Ringk aus privaten Gründen nicht dabei. Daniel Wieland fehlt verletzt. „Trotzdem bekommen wir eine schlagkräftige Truppe zusammen“, verspricht Matzelle.

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