Die Hammer SpVg erwartet zum Auftakt den FC Gütersloh

Jetzt wartet der FC Gütersloh auf Felix Frank, Felix Fuchs, Kevin Thume und Semih Yigit (von links). -  Foto: Mroß

Hamm – Wenn am Sonntag um 15 Uhr die Fußball-Oberliga-Partie der Hammer SpVg gegen den FC Gütersloh in der Evora-Arena angepfiffen wird, dann überwiegt bei beiden Trainern die Freude, dass es endlich losgeht. Daraus machen HSV-Coach Sven Hozjak und sein Gegenüber Fatmir Vata kein Geheimnis.

„Die Vorbereitung war lang“, räumt Hozjak ein. „Jetzt wollen wir das auf den Platz bringen, was wir uns erarbeitet haben.“ Doch der Trainer tritt schon vor dem Anpfiff auf die Euphoriebremse. „Wir haben eine völlig neue Mannschaft. Da muss man Geduld an den Tag legen, denn noch sind wir in der Findungsphase“, ergänzt er. Nicht nur der FC Gütersloh ist für ihn eine Wundertüte, sondern auch die eigene Mannschaft um Kapitän Felix Fuchs. In den Vorbereitungsspielen und im Kreispokal hat das Team gute Ansätze gezeigt, wie sich die HSV-Elf jedoch unter Wettkampfbedingungen schlagen wird, darüber hat Hozjak keine Erkenntnisse. Aber er ist zuversichtlich. „Alle freuen sich auf den Saisonauftakt, wenn wir diese Freude auf den Platz bringen, dann kann es nur einen Sieger geben“, legt sich der HSV-Trainer fest, auch wenn er gegen den FCG auf einige seiner Spieler verzichten muss.

Manuel Dieckmann fällt mit seiner Schulterverletzung weiterhin aus. Danijel Gataric wird wegen Problemen mit der Achillessehne ebenfalls pausieren, und hinter dem Einsatz seines Bruders Dalibor steht wegen einer Oberschenkelverletzung noch ein Fragezeichen. „Wir werden die Ausfälle mit unserem breiten Kader kompensieren“, verspricht Hozjak, der Philip Faderl im Tor aufbieten wird. Da auch die Gästemannschaft völlig umgekrempelt worden ist, sieht er der Partie gelassen entgegen. Beide Teams werden sich seiner Meinung nach abtasten und dann sehen, was geht.

FCG-Trainer Fatmir Vata sieht das ähnlich. Albaniens Fußballer des Jahres 2004 hofft jedoch, mindestens einen Zähler mit nach Hause zu nehmen. „Wenn uns das gelingt, dann bin ich zufrieden“, sagt er. „Sind es am Ende drei, dann bin ich sehr zufrieden.“ Das Gerüst der neuformierten Mannschaft bilden die Stammspieler Lars Schröder, Matthäus Wieckowiecz, Simon Schubert und Lars Beuckmann. Um sie herum haben Vata und sein Team eine Multi-Kulti-Truppe aus verschiedenen Nationalitäten zusammengestellt, die in der Vorbereitung einen homogenen Eindruck hinterlassen hat. „14 neue Spieler zu einer Einheit zu formen, ist eine große Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Sonst hätte ich die Aufgabe nicht übernommen“, sagt der ehemalige Bundesliga-Profi, der ebenfalls neu am Heidewald ist. Im Westfalenpokal hat sich sein Team am vergangenen Wochenende mit 3:0 beim Bezirksligisten TBV Lemgo durchgesetzt. „Da musste ich in der Pause laut werden, was eigentlich nicht meine Art ist“, erklärt der 44-Jährige. „Wir hatten in der ersten Halbzeit klare Chancen, haben jedoch nichts daraus gemacht. So geht das nicht.“

Am Mittwoch hat Vata seine Elf einem letzten Test unterzogen. Mit 4:3 besiegte der FCG den Westfalenligisten SV Rödinghausen II. Auch in dieser Partie lief es zu Beginn nicht rund, denn seine Mannschaft lag mit 0:2 hinten. Das war aber der Aufstellung geschuldet, sagt Vata. Er habe in den ersten 45 Minuten einige Stammkräfte geschont. Als sie nach der Pause zum Zuge kamen, lief es besser. „Trotzdem dürfen wir nicht drei Tore kassieren“, kritisierte er.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare