Hammer SpVg schaltet im Test gegen Spexard einen Gang hoch

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Yüksel Terzicik (rechts) schoss das zwischenzeitliche 2:0 für die Hammer SpVg im Testspiel gegen den SV Spexard.

Hamm - Gut drei Wochen vor dem Saisonstart in der Oberliga kommt die Hammer SpVg zunehmend in die Gänge. Das Testspiel gegen den Westfalenligisten SV Spexard gewann das Team von Trainer Sven Hozjak am Donnerstagabend mit 6:1 (3:0).

Hozjak schickte zu Spielbeginn eine Formation auf den Platz, die so wohl nicht im Ligabetrieb auflaufen wird. In der Anfangself fanden sich auch die zuletzt angeschlagenen Felix Frank und Torwart Philip Faderl wieder. Für Frank war die Einheit gegen Spexard aber bereits nach fünf Minuten vorbei, seine Achillessehne machte erneut Probleme und ein Weiterspielen unmöglich. 

Nach der ersten unfreiwilligen Unterbrechung kam die Begegnung nur langsam ins Rollen. Zu Beginn wirkte der Gast wacher, Philip Kundes Schuss klatschte, von Faderl abgewehrt, an die Latte (15.). Hamm tat sich bei eigenem Ballbesitz schwer, verlor viele Bälle durch unsauberes Passspiel rund um die Mittellinie. Immer wieder griff Hozjaks Team deshalb zu langen Bällen. Die rechte Defensivseite suchte mit Diagonalbällen den schnellen Giacomo Serrone – oft vergeblich.

"Sehr zerfahrene" erste Halbzeit

Offensiv agierte die HSV mit den zwei Spitzen Djaniny Cleitson Dos Santos Tavares und Joachim Mrowiec, einer der Angreifer ließ sich als Anspielstation stets weit fallen. Vor allem Tavares wirkte im sonst eher behäbigen Spiel belebend, auch wenn nicht alle seine Aktionen einen klaren Abschluss fanden. Sein Sturmpartner war es, der den ersten Treffer des Abends markierte. Einen langen Ball unterschätzte Spexards Abwehrmann, Mrowiec schnappte sich das Leder und schob mit Hilfe des Innenpfostens ein (30.).

Yüksel Terzicik erhöhte nach feinem Pass von Tavares (38). Serrone setzte nach Flanke von Kevin Thume am langen Pfosten den Schlusspunkt hinter Durchgang eins. „Ich bin nur bedingt zufrieden mit dem Spiel“, sagte Hozjak. „Gerade in der ersten Halbzeit war das Spiel sehr zerfahren. Wir probieren weiterhin viel aus, deshalb war auch diese Hälfte aufschlussreich.“ 

Wechsel bringen neuen Schwung

Sieben neue Leute brachte der HSV-Trainer für die zweiten 45 Minuten. Die Elf mutete eher wie ein Aufgebot an, das so oder ähnlich auch in der Oberliga ran darf. Dalibor Gataric scheiterte mit einem ersten Abschluss noch an einem Spieler der Gäste, der auf der Linie klärte (50.). Der ebenfalls frisch eingewechselte Mike Pihl eröffnete sieben Minuten später die zweite Halbzeit. Nach Querpass von Thume gelangte er über Umwege an den Ball und traf in die kurze Ecke. 

Hamm erhöhte die Schlagzahl merklich. Gataric (61.) und Pihl (63.) scheiterten jedoch. Auf der Gegenseite schlugen die Gäste wie aus dem Nichts zu. Leon Farrer schoss hoch ins rechte Eck ein (67.). Das war ein Weckruf für die HSV: David Loheider ging bei einer Direktabnahme sieben Meter vor dem Tor volles Risiko und donnerte den Ball zum 5:1 unter die Latte (69.). 

Danach nahm Hozjaks Elf den Fuß etwas vom Gaspedal, ohne Spexard allerdings in die Partie zurückzuholen. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel besser kontrolliert. Man darf das alles gegen einen solchen Gegner aber nicht überbewerten“, erklärte der Trainer. Loheider markierte mit Schlusspfiff und im Nachsetzen noch den sechsten Hammer Treffer. 

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