Torlose Nullnummer beim TuS Wiescherhöfen

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Ernur Algan

Hamm - „Wir hätten das Spiel schon gewinnen müssen, Chancen waren regelmäßig da. Aber ich bin mit dem Ergebnis nicht unzufrieden“, erklärte TuS Wiescherhöfens Spielertrainer Steven Degelmann nach einem torlosen Unentschieden gegen den SV Westfalen Liesborn.

Vor gut 75 Zuschauern in der TuS-Kampfbahn an der Wielandstraße investierte der Tabellenvorletzte der Bezirksliga in der Anfangsphase mehr in die Partie und wollte seine beinahe letzte Chance auf den Klassenerhalt wahren. Der SVW zeigte sich auch ohne Ball lauffreudig und ging aggressiv in jeden Zweikampf. Lohn der Anstrengungen waren zwei klare Möglichkeiten. Zunächst setzte Julius Jelden-Thurm einen Kopfball auf die Latte (7.), gut zehn Minuten später parierte TuS-Schlussmann Marco Behrend nach einem Kopfball von Dimitri Fahnenstiel glänzend (18.). Liesborn musste seinem hohen Tempo früh Tribut zollen, so dass Wiescherhöfen besser in die Begegnung fand und klare Strukturen in die eigenen Aktionen bekam. Allerdings leisteten sich die Hausherren zu viele unnötige Fehlpässe und hatten vor dem gegnerischen Strafraum wenig zündende Ideen, um den Liesborner Abwehrriegel zu knacken. „Uns fehlten der zwingende Druck und die Passsicherheit. Aber wir haben mit der gleichen Mannschaft schon sehr gute Spiele abgeliefert. Das ist eine Phase, durch die wir durch müssen“, so Degelmann.

Chancen, noch vor der Pause in Führung zu gehen, waren vorhanden. So wurde ein Schuss von Dennis Steinke geblockt, und Eduard Lorengel zielte im Nachschuss knapp am Liesborner Kasten vorbei (24.). Wenig später hob Rachid Souita das Leder nach einem herrlichen Alleingang über SVW-Keeper Felix Hronek, aber auch über das Tor (27.). Die beste Chance zum 1:0 besaß Andre Budde, nachdem sich zwei Liesborner Verteidiger bei einem Abwehrversuch gegenseitig behindert hatten. Der TuS-Stürmer lief alleine aufs Tor zu, schoss jedoch über die Latte (39.).

Kurz nach dem Kabinengang traf Jan Behnke den Ball bei einem Klärungsversuch nicht richtig und Schiedsrichter Julian Orthen (Münster) wertete dies als Rückgabe auf Torwart Behrend. Den anschließenden Freistoß aus rund acht Metern schoss Dimitri Fahnenstiel in die zehnköpfige Mauer der Gastgeber (47.). In einem teils sehr zerfahrenen Spiel besaß Julius Jelden-Thurm die letzte Gelegenheit für Liesborn, als er Behrend aus kurzer Distanz anschoss, von wo der Ball am Pfosten landete (58.).

Ein gefährlicher Freistoß von Tobias Fahle (69.) läutete die Schlussoffensive Wiescherhöfens ein, das gegen müde Liesborner nun zu Konterchancen kam. Robin Gessinger zog aus 25 Metern ab, aber Felix Hronek kratzte den Ball noch spektakulär aus dem Winkel (83.) und nach starker Vorarbeit von Robin Gessinger verfehlte der eingewechselte Steven Degelmann freistehend das Tor (85.). „Wir haben uns gewünscht, zu Null zu spielen. Das haben wir geschafft und darüber sind wir glücklich. Auch wenn es sicher kein gutes Spiel war, so gibt uns ein 0:0 ein Stück weit Stabilität“, war Degelmann mit der Defensivleistung seines Teams zufrieden.

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