SVE Heessen verliert mit 1:3 gegen Drensteinfurt

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Vergeblich gestreckt: Der SVE – hier Konstantin Rühl – unterlag dem SV Drensteinfurt mit 1:3 und steht wieder auf einem Abstiegsplatz.

Hamm - Die Enttäuschung war den Spielern des SVE Heessen sichtbar anzumerken, nachdem sie durch die 1:3-Niederlage gegen den SV Drensteinfurt auf einen Abstiegsplatz abgerutscht waren.

So auch Trainer Marian Christel, der jedoch nach dem Spiel gleich wieder den Blick nach vorne richtete: „Uns bleibt jetzt nichts anderes übrig als weiterzumachen“, lautete die Parole des Trainers.

Dabei begann es gar nicht schlecht für die Heessener. Die rund 150 Zuschauer im Marienstadion sahen in der ersten Halbzeit ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel. Kleinere Torchancen gab es auf beiden Seiten wie durch Bünyamin Uysal und Lothar Schendzielorz auf Seiten der Gastgeber (23., 34.) sowie Jure Glavina für Drensteinfurt (33.). „In der ersten Halbzeit war es ein typisches 0:0- Spiel. Uns ist nichts gelungen. Erst das 1:0 von Heessen hat uns geweckt“, lautete das Fazit von Drensteinfurts Trainer Ivo Kolobaric. Das angesprochene 1:0 fiel dann in der 57. Spielminute durch Uysal, der nach Vorlage von Lothar Schendzielorz aus sieben Metern den Ball an Gäste-Schlussmann Christopher Kemper vorbei ins Tor schob und so für großen Jubel bei den Heessenern sorgte. Kurz darauf hatte Meik Grela sogar das 2:0 auf dem Fuß. Als er alleine vor Kemper auftauchte, schoss er den Ball jedoch über das Tor (59.).

Der schnelle Doppelschlag glückte dann auf der anderen Seite, der SV Drensteinfurt drehte innerhalb von zwei Minuten das Spiel zu seinen Gunsten. Nachdem der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Isse Sander nach einem Zweikampf mit Daniel Kruse zu Boden ging, entschied Schiedsrichter Markus Brune auf Strafstoß – eine strittige Enscheidung, wie beide Trainer fanden. „Von zehn Schiedsrichtern pfeifen ihn vielleicht fünf“, meinte Kolobaric, und auch Christel schloss sich dem an. Sander trat selbst an und verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich (75.). Nur zwei Minuten später folgte die Führung für die Gäste durch Jure Glavina, der mit einem Schuss von der Strafraumgrenze ins rechte obere Toreck traf. „Davor waren wir die spielbestimmende Mannschaft, von dem Elfmeter wurden wir dann zurückgeworfen“, sagte Christel. Tatsächlich schien die Moral der Hessener nun gebrochen. Zwar wurde das Spiel nochmals etwas hitziger, doch Sander machte mit seinem zweiten Tor des Tages alles klar (85.). Nach einer Freistoßflanke von Drensteinfurts Kapitän Dominik Heinsch köpfte der Stürmer den Ball gegen die Laufrichtung des chancenlosen Andreas Betke im Heessener Tor. Es ergaben sich noch einige Kontergelegenheiten für die Gäste in Person von Michel Eising und erneut Glavina, die allerdings nicht konsequent zu Ende gespielt wurden und so nicht mehr zu einem weiteren Torerfolg der Drensteinfurter führten.

Die Heessener müssen nun in den verbleibenden beiden Pflichtspielen dringend punkten, um den Abstieg noch abzuwenden. Auch Kolobaric drückt dabei die Daumen: „Ich hoffe, dass Heessen drin bleibt, denn es ist eine sehr faire Mannschaft“, wünscht sich der Gäste-Trainer, fügt aber auch hinzu, dass sein Team heute „keine Geschenke verteilen“ konnte. - Finn Thomas

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