Freude bei der SG Bockum-Hövel über guten Saisonstart

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David Schmidt

Hamm - Bis zum Schluss musste die SG Bockum-Hövel in der vergangenen Saison um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga zittern. Am Ende wurde es Rang elf – wie in den Jahren davor eine Platzierung im grauen Mittelfeld der Liga. Um so größer ist die Freude im SG-Lager, dass es in der gerade angelaufenen Saison zu laufen scheint.

Nach vier Begegnungen und drei Siegen grüßt die SG den Rest der Liga von Platz zwei. Doch Grund zur Euphorie sieht der spielende Co-Trainer David Schmidt nicht. „Im vergangenen Jahr hat die Mannschaft ja auch einen sehr guten Start gehabt“, erinnert sich der 27-Jährige, der nach sieben Jahren beim Oberligisten Westfalia Rhynern zu seinem Stammverein in den Hammer Norden zurückgekehrt war. „Das kann ganz schnell wieder nach unten gehen. Darum müssen wir weiter hart arbeiten und auf dem Boden bleiben.“

Womit er allerdings keine Zweifel an der Qualität seines Kaders anmelden möchte. Denn die hält Schmidt schon für sehr gut. „Wir wussten, dass Potenzial da ist“, sagt Schmidt und ist sich sicher, dass noch einiges geht. „Ich sehe viel Luft nach oben.“

Dabei hat sich am Personal gar nicht so viel geändert. Neben Schmidt und Carsten Edelkötter, der aus dem Kader der zweiten Mannschaft ins Team zurückgekehrt ist, wurden nur vier neue Spieler verpflichtet. Torhüter Andreas Betke und Muhammet Harsit kamen vom Ligakonkurrenten SVE Heessen, Lucian Thurn vom A-Ligisten TuS Uentrop und der derzeit verletzte Recep Bilgic vom SSV Hamm. Doch plötzlich stimmt die Chemie – auch, weil Schmidt in der Vorbereitung frischen Wind in den Alltag gebracht hat. „Wir sind wenig gelaufen, haben dafür viel Wert auf die Arbeit mit dem Ball gelegt“, sagt er. „Früher sind die Jungs immer im Wald gewesen. Das kannten sie gar nicht anders.“

Der Erfolg gibt dem Co-Trainer Recht. Sein Team steht in der Gegentorstatistik (3) und bei den erzielten Treffern (15) auf dem zweiten Platz des Liga-Rankings – wobei Schmidt, anders als in Rhynern – im defensiven Mittelfeld seinen Dienst tut. „In der Innenverteidigung machen das Mirko Müller und Lucian Thurn sehr gut“, lobt er und schätzt seinen eigenen Anteil an der starken SG-Defensivarbeit bescheiden ein. „Ein bisschen was habe ich sicher dazu beigetragen. Und vielleicht haben den anderen nur ein paar taktische Tipps gefehlt, die ich Dank meiner Oberliga-Zeit weiter vermitteln konnte.“

Die Torausbeute sieht er dagegen ausbaufähig. Denn was bei den drei deutlichen Erfolgen gegen Roland II (5:1), Dedinghausen (3:0) und Sendenhorst (6:0) nicht schmerzte, kostete zum Auftakt beim 1:2 in Hultrop die Punkte. „Wir hätten in jedem Spiel zwei, drei Tore mehr machen müssen. Auch in Hultrop waren wir die bessere Mannschaft“, sagt er, weiß aber, dass „wir mit Steven Farchmin einen Stürmer mit enorm viel Qualität haben“. Immerhin traf der Torjäger in den bisherigen Spielen bereits sechsmal.

Personell darf bei der SG allerdings nicht viel passieren. Denn viele Spieler haben Schmidt und Coach Markus Matzelle nicht zur Verfügung. „Wir sind mit einem sehr kleinen Kader in die Saison gegangen“, sagt Schmidt. „Und es ist uns bewusst, dass wir Verletzungen nicht kompensieren könnten. Bisher haben wir aber Glück gehabt – und sonst können wir den Kader mit Spielern aus der Zweiten ergänzen.“

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