Freude bei Fußball-Oberligist Hammer SpVg über Platz eins

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David Odonkor mit Danijel Gataric.

Hamm - Der erste Screenshot der Fußball-Oberliga-Tabelle ließ am Sonntag in den sozialen Medien nicht lange auf sich warten, und auf der offiziellen Seite des neuen Tabellenführers Hammer SpVg hieß es: „Wir können nicht leugnen: Das sieht gut aus!“ Stolz und der Jubel beim Hammer Traditionsclub über Platz eins sind derzeit groß. Kein Wunder, musste der Verein doch lange auf diesen Moment warten.

Dass Sven Hozjak bei aller Freude auf die Euphorie-Bremse tritt, ist ein normaler und gängiger Reflex. „Natürlich freuen wir uns beim Blick auf die Tabelle, aber bei uns wird jetzt niemand durch die Decke gehen. Die Saison ist noch jung und wir müssen weiterhin von Spiel zu Spiel ehrliche Arbeit abliefern“, sagt der Coach, wohl wissend, dass es „genauso schnell wieder runter gehen kann, wie es hoch geht. Platz eins ist nicht viel mehr als eine schöne Momentaufnahme.“ Doch so sehr die HSV-Verantwortlichen auch darauf bedacht sind, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, so sehr bekommen sie auch mit, dass sie im Umfeld weiter in den Fokus geraten. „Wir haben in den vergangenen Spielen bereits gemerkt, dass die Fans da sind, uns pushen und hinter uns stehen“, sagt der Sportliche Leiter David Odonkor. „Das ist schön für die Mannschaft. Und wenn wir unsere Arbeit weiter als Team machen, sind die Zuschauer ja auch zufrieden. In Stadtlohn haben wir unsere Aufgabe erfüllt. Aber dass wir jetzt auf Platz eins stehen, muss uns erst einmal gar nicht interessieren.“

Dass die Liga insgesamt in dieser Saison sehr ausgeglichen ist, kommt den Hammern entgegen, interessiert Odonkor aber weniger. „Wir wollen so viele Punkte holen wie möglich“, sagt er. „Dass wir jetzt ganz oben stehen, sieht sehr gut aus. Das heißt aber auch, dass wir jetzt noch härter arbeiten müssen als in den vergangenen Wochen. Denn wir wollen uns als Mannschaft ja auch weiter entwickeln.“

Als der ehemalige Nationalspieler von Sportchef Achim Hickmann im vergangenen Herbst in den Hammer Osten geholt worden ist, lief es nicht gerade gut für die HSV. Am Ende landete das Team in der Oberliga als 14. knapp über dem Strich – die Ziele waren wesentlich ambitionierter. Odonkor krempelte den Kader gemeinsam mit dem Coach um – beim 3:0 in Stadtlohn standen sechs Neuzugänge in der Startelf. „Als ich angefangen habe – mitten in der Saison – war klar, dass sich etwas ändern muss“, sagt der 32-Jährige. „Ich habe im Winter schon ein paar Neuzugänge geholt, die uns weiter geholfen haben. Giacomo Serrone, der in der Rückrunde gut eingeschlagen hat, zum Beispiel. Oder Yüksel Tercicik, der zwar nicht viel gespielt, aber als junger Kerl richtig Gas gegeben hat. Wir mussten einen Cut machen, weil ich gesehen habe, dass es nicht funktioniert und einige nicht die Qualität hatten, um unsere Ziele umzusetzen.“

Deshalb wurde Hozjak unter Vertrag genommen, der selbst für einige Verpflichtungen verantwortlich zeichnete. „Den einen oder anderen haben wir auch gemeinsam geholt“, sagt Odonkor, der wie in der vergangenen Serie während der täglichen Trainingsarbeit neben dem Coach auf dem Platz steht. „Aber letztlich ist es egal, wer die Transfers gemacht hat. Wir wollten den Erfolg, machen gute Arbeit und müssen daran jetzt anknüpfen, damit wir am Wochenende wieder Vollgas geben können.“

Ob die Partie in Ennepetal nun nachgeholt wird (der WA berichtete), steht nach wie vor nicht fest. Das Spiel wurde zwar vom Verband neu angesetzt, der TuS hatte gegen diese Entscheidung aber Einspruch eingelegt.

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