ASV fährt mit breiter Brust zu Eintracht Hagen

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Lukas Blohme war gegen die Rimpar Wölfe nicht zu stoppen und erzielte sieben Tore.

Hamm – Das war perfektes Krisenmanagement: Nach zuvor 1:9 Punkten aus vier Begegnungen in der 2. Handball-Bundesliga ließ der ASV Hamm-Westfalen zwei beeindruckende Heimerfolge gegen die Handballfreunde Springe (36:25) und die DJK Rimparer Wölfe (36:30) folgen und wischte damit erst einmal jede Kritik beiseite.

„Wenn man überlegt, wo wir vor einer Woche noch gestanden haben, ist es schon stark, wie wir aus dem Loch gekommen sind“, sagt Niels Pfannenschmidt. „Aber jetzt wollen wir auch nachlegen.“ Die Gelegenheit dazu hat die Mannschaft am heutigen Freitag in der Partie beim extrem abstiegsbedrohten VfL Eintracht Hagen (20 Uhr/Ischelandhalle). „Aber so mag ich es lieber, als wenn es für den Gegner um nichts mehr gehen würde“, sagt de ASV-Trainer. „Auch wenn es für uns das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen sein wird – wenn du gewinnst, dann macht so eine Belastung auch nichts aus.“

Die personelle Situation beim ASV ist allerdings ein wenig angespannter als zuletzt. Denn neben den Langzeitverletzten Savvas Savvas, Lars Gudat und seit dem Springe-Spiel Björn Zintel wird in Hagen auch Jan-Lars Gaubatz ausfallen. Dies allerdings nicht etwa, weil er für die kommende Spielzeit einen Vertrag bei den Hagenern unterschrieben hat und in dieser Partie aufgrund der tabellarischen Situation der Gastgeber in einen Gewissenskonflikt geraten könnte.

„Nein, das ist es nicht“, versichert Pfannenschmidt. „Gaubi hat sich krank gemeldet. Er hat sich den gleichen Infekt wie Tomas Mrkva vor ein paar Wochen eingefangen und ist aufgrund dessen derzeit komplett von der Mannschaft isoliert, da diese Krankheit ansteckend ist.“ Der Rückraumrechte ist daher bis zum kommenden Donnerstag krank geschrieben. Ein wenig angeschlagen ist auch Mrkva, der sich gegen Rimpar eine leichte Ellbogenblessur zugezogen hat. Seinem Einsatz steht allerdings nichts im Weg.

Dafür wird Valentin Schmidt wie gegen die Wölfe wieder zum Kader stoßen. „Er hat es da ganz gut gemacht, hat auch zwei Siebenmeter reingemacht, nachdem unsere Experten damit gescheitert sind.“

Ansonsten dürfen sich die Hammer auf einen Gegner einstellen, der mehr für seinen ruhigen Spielaufbau bekannt ist. „Unser Thema wird das Tempospiel sein“, versichert Pfannenschmidt. „Denn es kommt uns vielleicht entgegen, dass Hagen nicht ganz so schnell spielt.“ Daher dürfte viel davon abhängen, ob der ASV eine sichere Abwehr stellen kann, um seinen schnellen Gegenstoßspezialisten Lukas Blohme und Joscha Ritterbach die einfachen Kontertore zu ermöglichen. Beide machten gegen Rimpar einen bärenstarken Eindruck und waren Garanten dafür, dass am Ende ein deutlicher Erfolg stand.

Denn aus dem gebundenen Spiel heraus stellt auch Hagen mit dem 35-jährigen Routinier Pavel Prokopec im Innenblock „eine ordentliche Deckung“, sagt Pfannenschmidt. „Und vorne entwickeln sie eine enorme Wurfkraft, wenn sie mit Schneider Aschenbroich und Prokopec spielen. Aber wir müssen einfach laufen – das war auch chon unser großes Plus im Hinspiel.“

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