HSV erwartet Erkenschwick zum Nachholspiel

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Beerbt David Odonkor, derzeit Sportlicher Leiter der HSV, Ferhat Cerci als Trainer?

Hamm -  Alles neu macht der Mai: Noch 20 Tage, dann ist die Saison in der Fußball-Oberliga vorüber. Und mit ihr wohl auch das Trainer-Engagement von Ferhat Cerci bei der Hammer SpVg. Die Anzeichen verdichten sich, dass sein Nachfolger bereits jetzt neben ihm auf der HSV-Bank sitzt: Nach WA-Informationen könnte es David Odonkor, der Sportliche Leiter des Vereins, sein.

„Ja, auch das ist ein Denkansatz. Wir haben darüber nachgedacht“, sagte HSV-Sportchef Achim Hickmann, schränkte aber ein: „Es gibt verschiedene Modelle, die wir in den nächsten Tagen und Wochen diskutieren werden. Wir wollen noch mit einem oder zwei Kandidaten sprechen. Wenn einer von ihnen zu 100 Prozent passt, dann ist er unser neuer Trainer“, sagte Hickmann und betonte: „Es ist nichts entschieden.“ Odonkors bislang einzige Station als verantwortlicher Trainer war 2015 für drei Monate der damalige Westfalenligist TuS Dornberg.

Rund um das Saisonende am 29. Mai will der Klub die Besetzung der Trainerposition verkünden. Und wohl auch die Namen der restlichen Neuzugänge. 18 Spieler hat die HSV für die nächste Saison bereits verpflichtet. Offiziell bestätigt ist bislang nur der Zugang von Mike Pihl (SC Roland Beckum). Nach WA-Informationen werden auch Joachim Mrowiec (24) vom Ligarivalen Westfalia Rhynern und Verteidiger Rene Lindner (23) vom Regionalligisten RW Ahlen in den Hammer Osten wechseln. Letzterem soll Stürmer Damir Ivancicevic (26) folgen; ihn wollte die HSV bereits im vergangenen Sommer holen. Ebenfalls auf dem Wunschzettel: Beckums Mittelfeld-Akteur Sotiris Stratakis (27). Der Ex-Rhyneraner und jetzige Ahlener Felix Bechtold, an dem die HSV ebenfalls interessiert war, wird sich dem SV Lippstadt anschließen.

Mittwoch Abend geht es aber eher weniger um personelle Dinge, sondern vielmehr darum, den Klassenerhalt perfekt zu machen. Bei einem Sieg im Nachholspiel (Anstoß 18.30 Uhr) gegen die SpVgg Erkenschwick könnte die HSV – wenn es bei zwei Absteigern aus der Oberliga bleibt – den Abstand auf den Vorletzten SV Schermbeck auf elf Zähler ausbauen und wäre damit endgültig gerettet. Und auch bei einem Remis wären die Hammer praktisch auf der sicheren Seite bei einem Vorsprung von dann neun Zählern und einem um 17 Treffer besseren Torverhältnis bei anschließend noch drei zu absolvierenden Spielen.

Allerdings gastiert mit der Elf vom Stimberg eine Mannschaft in der Evora Arena, die seit Jahren zu den besten Teams der Oberliga gehört und die auch jetzt wieder eine starke Saison spielt. Derzeit ist die Mannschaft von Trainer Magnus Niemöller, der im Sommer genauso wie Torjäger Stefan Oerterer zum TuS Haltern wechselt, auch schon wieder Tabellenvierter und will – auch wenn der Verein aufgrund finanzieller Probleme keinen Antrag für die Regionalliga gestellt hat – noch so weit wie möglich nach oben klettern.

Die HSV hat also eine schwere Aufgabe vor der Brust. Doch die Mannschaft von Coach Ferhat Cerci hat zuletzt bewiesen, dass sie auch mit den Top-Teams der Liga mithalten kann. Im Auswärtsspiel beim SV Westfalia Rhynern holten die Hammer beim 0:0 einen wichtigen Zähler. Und am vergangenen Sonntag lagen sie gegen den Aufstiegskandidaten SV Lippstadt 08 sogar lange Zeit mit 1:0 in Führung, ehe Hugo Magouhi nach einem Schlag mit dem Unterarm Rot sah und die Lippstädter mit einem Akteur mehr auf dem Feld die Partie noch zu ihren Gunsten drehten und mit 3:1 triumphierten.

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