Erster echter Prüfstein für den SK Germania Herringen

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In Topform (von links): Lucas Karschau, Liam Hages und Kevin Karschau.

Hamm - Das Warm-up haben die Spieler des SK Germania Herringen mit zwei Kantersiegen bravourös erledigt – jetzt wollen die Spieler des Tabellenführers ihre gute Frühform auch gegen eines der Schwergewichte der Rollhockey-Bundesliga bestätigen. Um 15.30 Uhr tritt die Mannschaft von Trainer Christian Zarod am Samstag bei der RESG Walsum an. Und das selbst gesteckte Ziel sind auch hier die drei Punkte.

„Die Walsumer haben sich für die neue Saison hohe Ziele gesetzt und stehen bereits am dritten Spieltag unter Druck“, sieht Zarod den psychologischen Vorteil bei seiner Mannschaft. Denn die Gastgeber aus dem Duisburger Stadtteil haben ihre ersten beiden Begegnungen verloren und bisher erst einen Punkt auf dem Konto. Sowohl beim 4:6 gegen den TuS Düsseldorf Nord als auch beim 4:5 in Darmstadt hatte der deutsche Rekordmeister das Nachsehen. Wobei die Duisburger zumindest einen Punkt aus Darmstadt mitnehmen durften. Denn erstmals trat in dieser Partie die neue Regel in Kraft, nach der es im Falle eines unentschiedenen Spielstandes beim Ende einer Partie Verlängerung gibt. Auch in dieser erzielte jede der Mannschaften einen Treffer, so dass die Entscheidung erst beim letzten Schuss des folgenden Penalty-Schießens fiel. Wenn die Gastgeber ihr gestecktes Ziel, zum Favoritenkreis gehören zu wollen, nicht aus den Augen verlieren wollen, bedarf es nun eines Erfolgserlebnisses.

In der vergangenen Saison lieferten sich beide Mannschaften einen engen Schlagabtausch. In der Hinrunde erzielten die Germanen einen knappen Erfolg in Walsum, in der Rückrunde hieß es in der Glück-Auf-Sporthalle 3:3-Unentschieden. Da sich die Gastgeber zusätzlich mit Sebastian Haas verstärkt haben, der nach drei Jahren in Calenberg zu seinem Stammverein zurückgekehrt ist, sehen die Herringer die Offensivkraft der Gastgeber noch weiter gestärkt. „Das ist ein starker Spieler, der uns gemeinsam mit den Portugiesen und Spaniern im Team auch in der Defensive fordern wird“, ist sich der SKG-Vorsitzende Michael Brandt sicher.

Die Herringer kommen dennoch mit großem Selbstvertrauen und breiter Brust nach Duisburg. Beim 19:4-Auswärtssieg in Recklinghausen und dem folgenden 13:2 bei der Heimpremiere gegen Bison Calenberg schoss sich das Team den Frust über die verpasste Meisterschaft von der Seele. Vor allem Kevin Karschau, der nur aufgrund des nachträglich am Grünen Tisch für die Herringer gewerteten Spiels in Valkenswaard, bei dem ihm einige seiner erzielten Treffer wieder aberkannt wurden, die Torjägerkanone in der vergangenen Saison dem Calenberger Milan Brandt überlassen musste, schoss sich für die Saison warm. 16 Treffer erzielte er in den beiden Begegnungen und erarbeitete sich damit ein großes Polster im erneuten Rennen um den Pokal für den besten Torschützen.

Zarod zeigte sich mit der bisherigen Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. In beiden Partien dominierten die Herringer, aber die Siege sollten nicht zu hoch bewertet werden. Beide Gegner dürften sich am Ende eher im unteren Tabellendrittel wiederfinden.

Die gut einstündige Fahrt nach Walsum werden Stephan Gürtler (Flitterwochen), Justin Klein (Rückenverletzung) und Marcel Stork (beruflich verhindert) nicht mit antreten können. „Aber zumindest können wir nun auf unsere eingespielte Startformation zurückgreifen“, sagt Brandt, der darauf hinweist, dass Robin Schulz wieder voll im Training ist und neben Lucas und Kevin Karschau sowie Liam Hages beginnen dürfte

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