Erst Blitzstart, dann Zitterpartie: TSC schlägt Soest

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Der TSC Hamm brachte die Führung gegen Westfalia Soest hauchdünn ins Ziel. 

Hamm - Ein Treffer innerhalb der ersten Minute und eine komfortable 3:0-Führung reichten dem Fußball-Bezirksligisten TSC Hamm beinahe nicht zum Sieg. Letztlich ging das Rezept von Trainer Erdal Akyüz aber doch auf. 

Am Ende wurde es nochmal brenzlig für den TSC Hamm. Über 75 Minuten dominierte die Elf von Trainer Erdal Akyüz die Bezirksliga-Begegnung gegen die hochgehandelte Westfalia Soest, nahm dann aber zwei Gänge raus und siegte so am Ende zwar knapp, aber verdient mit 3:2 (2:0). 

Das sah auch Akyüz so, der mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden war, aber ein wenig mit dem kleinen Einbruch seiner Truppe kurz vor Schluss haderte: „Nach dem 3:1 kam nochmal Unruhe rein bei uns. Bei den zwei Toren hat Dominik Derksen ein bisschen geschlafen und sich düpieren lassen. Dass es am Ende nochmal spannend wurde, war unsere Schuld.“ 

"Schnellstes Tor meiner TSC-Zeit"

Vom Blitzstart seiner Mannschaft war Akyüz indes beeindruckt. Bereits nach 30 Sekunden schloss Ümit Marankoz den ersten Angriff der Hausherren mustergültig zum 1:0 ab und drehte zum Jubel ab. „Das war wohl das schnellste Tor in meiner TSC-Zeit“, freute sich Akyüz. Soest wirkte vom frühen Rückstand überrascht und fand nur schwer in die Partie. 

Dem TSC boten sich so Räume für die eigenen Offensivaktionen. Während Emir Bajric nach Vorlage des agilen Marankoz noch von SVW-Keeper Sergei Schlei am Abschluss gehindert wurde (13.), war Kapitän Mustafa Akyüz nach einem Sololauf über die linke Seite und einem Doppelpass mit Yasin Tirgil im Strafraum frei und schlenzte den Ball zum 2:0 ins lange Eck (25.). 

Schwungvolle Offensive überfordert Soest

Erst nach einer halben Stunde musste TSC-Schlussmann Burak Karali das erste Mal eingreifen. Henning Grothe zwang den Torhüter mit einem Schuss aus kurzer Distanz zu einer Glanztat (31.). Auch im zweiten Durchgang agierte der TSC mit schwungvollen Angriffen, die Soest immer wieder vor Probleme stellten. Mit einem Sahnepass schickte Bajric Tirgil in den Strafraum, der nicht lange zögerte und zum 3:0 einschob (60.). 

Wenige Augenblicke zuvor hatte Amar Adama Anne auf der Gegenseite an die Latte geköpft (59.). Mit der deutlichen Führung im Rücken liefen die TSC-Akteure einige Meter weniger, und so kam Soest zu mehr Räumen. 

Doppelschlag sorgt für Zitterpartie

Die nutzte Westfalia-Kapitän Maximilian Brenk zum 3:1 (74.), und auch beim 3:2-Anschlusstreffer durch Adama Anne war die Hintermannschaft der Hammer nicht nah genug dran an den Gegenspielern. Aziz Kukavica hatte in der Schlussphase die Entscheidung für die Hausherren auf dem Fuß, scheiterte aber an Schlei (80.). 

„Wir wussten, dass Soest hinten anfällig ist und wollten draufgehen. Deshalb sind unsere Tore aus Pressing-Situationen entstanden. Mich freut, dass wir die Zweikämpfe gut angenommen haben, gegen Soest musst du erstmal gewinnen“, so Akyüz.

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