Enttäuschender Auftakt für die Hammer Eisbären

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Musste in Neuwied vier Gegentreffer hinnehmen: Eisbären-Goalie Sebastian May.

Neuwied - Den Saisonstart in die Regionalliga West hatten sich die Hammer Eisbären ein wenig anders vorgestellt. Am Freitag hatte die Mannschaft von Trainer Ralf Hoja beim 4:3 nach Penaltyschießen in Herford zum Auftakt nach einer 3:0-Führung einen Punkt verschenkt.

Dann kehrte sie nach dem zweiten Spiel mit einer 1:4 (0:0, 3:0, 1:1)-Niederlage vom EHC Neuwied, der sein Team freiwillig aus der Oberliga abgemeldet hatte, zurück. „Da wäre sicherlich mehr drin gewesen“, sagte Eisbären-Sprecher Jan Koch. „Der Gegner war nicht unschlagbar, hat aber auch Qualität in seinen Reihen. Und in dieser Halle muss man seine Chancen nutzen, wenn man Zählbares mitnehmen will.“

Das taten die Hammer vor 932 Zuschauern im Neuwieder „Icehouse“ jedoch nicht. Denn gerade im ersten, von beiden Mannschaften sehr kampfbetont geführten, Drittel verpassten sie es gleich mehrfach, aus ihrem Überzahlspiel – unter anderem bei einer 5:3-Situation (13.) – Profit zu schlagen. „Da sind wir eigentlich ganz gut reingekommen“, sagte Koch. „Wir haben das körperbetonte Spiel gut angenommen. Aber wir haben es nicht geschafft, die Halle ruhig zu kriegen.“

So ging es torlos in die erste Pause. Doch zu Beginn des zweiten Drittels machte den Hammern der erste Gegentreffer einen Strich durch die Rechnung. Als die Eisbären in der Defensive nicht konsequent genug agierten, nutzte Neuwieds Philipp Felföldy die Chance, um sein Team in Führung zu bringen (23.). „Dann haben wir uns schwer getan, wieder ins Spiel zu kommen, und viel auf der Strafbank gesessen“, kritisierte Koch. Die Quittung folgte auf den Fuß: Die Treffer durch Rylee Orr (30.), und Stephan Fröhlich (36.) fielen jeweils im Überzahl-Spiel, und so gingen die Hammer mit einer 0:3-Hypothek in die zweite Drittelpause.

Im Schlussdurchgang versuchten die Eisbären, die im Vergleich zur Freitag-Partie in Herford wieder auf Angreifer Marvin Cohut zurückgreifen konnten, noch einmal, Akzente zu setzen, waren auch besser im Spiel, aber es mangelte weiter an der nötigen Durchschlagskraft vor dem Tor. Der Treffer zum 3:1 durch Tommy Kuntu-Blankson fiel zwar fünf Minuten vor dem Ende – um die Partie noch zu drehen, kam er aber zu spät. Mitten in der Hammer Drangphase sorgte ein Konter zum 4:1-Endstand schnell wieder für Ruhe (58./Orr). Neuwied spulte sein Programm in der Folge souverän herunter.

„In Neuwied werden sicherlich auch andere Mannschaften noch verlieren“, sagte Koch und blickte bereits auf das erste Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Lauterbach. „Bis dahin müssen wir weiter an uns arbeiten. Denn es gibt noch einige defensive Baustellen.“

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