Hammer Eisbären zum Spitzenspiel nach Ratingen

Die Führungsqualitäten von Routinier Igor Furda sind auch in Ratingen gefragt.
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Die Führungsqualitäten von Routinier Igor Furda sind auch in Ratingen gefragt.

Hamm - Überraschend leise Töne sind vor dem Spitzenspiel der Endrunde der 1. Eishockey-Liga West, das am Freitag um 20 Uhr am Ratinger Sandbach beginnen wird, aus beiden Lagern zu hören. Noch vor drei Wochen hatten sich die Ratinger Ice Aliens und die Eisbären beim 4:1-Sieg der Hammer in Werries ein wahres Strafzeitenfestival geliefert und sich anschließend gegenseitig einer harten Gangart bezichtigt.

Die Hammer Robin Loecke, Christof Ulrich und Ibrahim Weißleder erhielten Spieldauerdisziplinar- oder Matchstrafen, auf Ratinger Seite mussten Denis Fischbuch, Jiri Svejda und Lucas Becker vorzeitig unter die Dusche.

Die Eisbären leiden noch heute an den Folgen dieser Partie, nicht nur, weil Weißleder wegen eines Stockstichs weiterhin gesperrt ist. Lari Mäkijärvi und Andre Mangold, die sich gegen die Ice Alien schwere Verletzungen zuzogen, stehen auch an diesem Wochenende wegen der Knieblessuren nicht zur Verfügung. „Das trifft uns natürlich hart, macht die Aufgabe beim Spitzenreiter für uns nicht leichter“, betont Hamms Coach Daniel Galonska, der zudem um den Einsatz von Thomas Ehlert (grippaler Infekt) bangt.

Galonska hofft darauf, dass diesmal wieder der Eishockeysport im Mittelpunkt stehen wird. Deswegen begrüßt der Hammer Trainer die Entscheidung des Verbandes, für diese Begegnung des Tabellenersten mit dem direkten Verfolger gleich vier Schiedsrichter anzusetzen. „Das ist schon einmal eine sehr gute Maßnahme“, betont Galonska, der das Hinspiel in einer Besprechung noch einmal thematisierte, dabei erneut darauf hinwies, dass seine Mannschaft die Partie im letzten Drittel gewonnen habe, als sie sich von der Strafbank fernhielt und ganz auf das Eishockey konzentrierte: „Wenn wir aus Ratingen etwas mitnehmen wollen, dann müssen wir uns auf unsere spielerische Qualitäten besinnen.“

Dass sein Team sogar ohne die Leistungsträger Mäkijärvi und Mangold gegen die Spitzenteams mithalten kann, hat es am vergangenen Wochenende eindrucksvoll bewiesen. Das Heimspiel gegen Dortmund wurde nach einem Rückstand zu einem 3:2-Erfolg gedreht, bei den Luchsen in Lauterbach gewannen die Hammer durch einen Treffer zwölf Sekunden vor Schluss mit 6:5. Sollte die Erfolgsserie bei den Ice Aliens fortgesetzt werden, könnten die Eisbären den Rückstand auf den Spitzenreiter auf drei Punkte verkürzen. Danach stehen mit den Aufgaben gegen Neuss (Mittwoch, 19.30 Uhr), in Dortmund (Freitag, 20 Uhr) und gegen Lauterbach (Sonntag, 18.30 Uhr) gleich drei Spiele innerhalb von nur fünf Tagen auf dem Programm. „Da ist es gut, dass wir uns am Sonntag noch einmal ausruhen können“, betont Galonska. Der kann übrigens in Ratingen wieder auf einige Förderlizenzspieler aus Iserlohn zurückgreifen. Dabei wird Ted Zeitler vermutlich sein Debüt im Eisbären-Trikot geben.

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