Hammer Eisbären verlieren zweites Finale gegen Ratingen

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4:6 – die Eisbären sind Vize-Meister.

HAMM - Das Ergebnis kam den Spielern der Hammer Eisbären irgendwie bekannt vor. Wie das erste, so endete auch das zweite Endspiel um die Meisterschaft in der 1. Eishockey-Liga West mit 6:4 (0:1, 3:1, 3:2) für die Ice Aliens Ratingen. Bitter für die Hammer und ihre Fans unter den 916 Zuschauern, die lange den Sieg vor Augen hatten, um am Ende in eigener Halle zusehen zu müssen, wie die Gäste die Meisterschaft ausgelassen feierten.

„Ich bin einfach stolz auf jeden EInzelnen in meiner Truppe“, wollte sich Eisbären-Coach Daniel Galonska gar nicht lange mit der Niederlage und der damit verbundenen Vize-Meisterschaft aufhalten. „Die Jungs haben sich immer wieder herangekämpft un eine gute Saison gespielt. Wir wollen das heute als Motivation nutzen, um in der nächsten Saison wieder anzugreifen.“

Galonska hatte im Vorfeld der Partie betont, dass er seine Mannschaft trotz des 4:6 im ersten Endspiel in Ratingen nicht chancenlos sehe. „Wir haben Ratingen schon zweimal geschlagen“, sagte er und war zuversichtlich, das dritte und entscheidende Endspiel am Sonntag zu erzwingen.

Den besseren Start in dieses zweite Finalspiel erwischten aber die Gäste – auch, wenn Ibrahim Weißleder nach elf Sekunden für den ersten Aufreger sorgte, als er das Tor nur knapp verpasste. Doch einhergehend mit einer Zeitstrafe gegen Robin Loecke (1.) nahm der starke Endrundensieger aus Ratingen das Spiel in die Hand. Die Gäste waren den Hammern spielerisch überlegen, das Galonska-Team versuchte, mit frühem und aggressivem Forechecking die Ratingen aus der gefährlichen Zone herauszuhalten. Was nur leidlich gelang. Denn im Mittelpunkt stand fortan Eisbären-Goalie Sebastian May, der sein Team mit starken Paraden vor dem Rückstand bewahrte.

Doch auch die Eisbären hatten durchaus ihre Möglichkeiten – vor allem mit Kontern. Zunächst war es erneut Weißleder (6.), der scheiterte, dann machte Dustin Demuth (8.) mit dem ebenfalls gut aufgelegten Gäste-Keeper Dennis-Marcel Kohl Bekanntschaft. Der dritte Gegenstoß saß dann – sehr zur Freude des Hammer Anhangs. Ein langer Pass von Kapitän Tim Pietzko fand Thomas Ehlert, und der schloss zum umjubelten 1:0 ab (13.).

Ein Treffer, der die Hammer beflügelte. Denn weitere Chancen für Christoph Ulrich, der nach einem Sololauf Pech hatte (14.), Demuth (16.) und Oliver Kraft, der nach einem Mangold-Zuspiel Sekunden vor der Pausensirene die dickste Einschussmöglichkeit ausließ, folgten.

Ins zweite Drittel starteten die Eisbären in Unterzahl, weil Andre Mangold eine Strafe absitzen musste. Mit Folgen: Denn in der 22. Minute war der Ex-Hammer Milan Vanek nach Diagonalpass von Stepan Kuchinka zur Stelle, und es hieß 1:1. Das Galonska-Team war geschockt, und nur drei Minuten später nutzte nach erneuter Vorarbeit von Kuchinka Jan-Phillip Priebsch die Gelegenheit, um das 1:2 zu erzielen.

Hamm reagierte, doch Kraft (25.) und Igor Furda (28./Überzahl) blieben unbelohnt. Stattdessen erhöhte Vanek (Vorarbeit Fischbuch) in der immer hektischer werdenden Begegnung gar auf 1:3. Mit zwei üblen Fouls – zunächst gegen Loecke (33.) und dann gegen Ulrich – verdiente sich Ratingens Lukas Becker eine Zwei-Plus-Zehn-Minuten Strafe, Ulrich musste wegen eines Revanchefouls zwar auch auf die Strafbank doch den Platz auf dem Eis nutzte Furda, als er eine Weißleder-Vorarbeit zum Anschluss verwertete (38.).

Ein Blitztor von Kevin Thau brachte die Eisbären im Schlussdrittel wieder ins Spiel (41.), und Loeckes 4:3 sechs Minuten später brachte den Hammern das dritte Finale ganz nah. Loecke und Weißleder hatten anschließend die Möglichkeiten zur Entscheidung (54./55.), doch die Tore machten die Gäste. Becker und Pascal Behlau per Doppelschlag (56.) drehten das Ergebnis erneut, und als Galonska May aus dem Kasten nahm, und Furda den Ausgleich knapp verpasste sorgte Fischbuch 15 Sekunden vor dem Ende per Empty-Net-Goal für die Entscheidung.

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