Unangenehme Reise: Rhynern gastiert zu Saisonbeginn in Stadtlohn

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Lennard Kleine (links) und Thanh-Tan Tran spielen mit Westfalia Rhynern am Sonntag bei der SuS Stadtlohn.

Hamm - Fußball-Oberligist Westfalia Rhynern tritt zu Saisonbeginn die unangenehme Reise zum vermeintlichen Außenseiter SuS Stadtlohn an. Trainer Björn Mehnert ist froh, dass die Spielzeit endlich beginnt, auch wenn ihm eine andere Aufgabe am ersten Spieltag lieber wäre.

„Sechs Wochen Vorbereitung sind genug. Die Jungs scharren mit den Hufen“, verspricht Björn Mehnert. Das Aus in der ersten Runde des Westfalenpokals beim SC Neheim (2:4) hat die Mannschaft vom Papenloh abgehakt, in Stadtlohn (Sonntag 15 Uhr, Hülsta-Sportpark) soll sie ein anderes Gesicht zeigen – auch personell. „Es wird eine veränderte Formation auflaufen“, verrät der Westfalia-Trainer. 

Die Offensivkräfte Lennard Kleine und Xhino Kadiu kehren zurück, außerdem hat Neuzugang Marvin Buchta rechtzeitig die Spielberechtigung erhalten. Besmir Rada und Sven Ricke warten noch auf grünes Licht vom Verband. Mehnert fordert eine dominante Vorstellung, will, dass seine Elf das eigene Spiel durchbringt. Aus einer „gesunden Defensive“ soll es schnell vor das Tor des Gastgebers gehen.

"Können hohes Tempo gehen"

„Wir sind körperlich sehr gut vorbereitet und können ein hohes Tempo gehen. Trotzdem dürfen wir Stadtlohn nicht den Gefallen tun, ins offene Messer zu laufen“, sagt Mehnert. Bei diesem Unterfangen fehlen wohl Mathieu Bengsch, Lucas Arenz und Felix Böhmer. 

Letzte Eindrücke sammelte Mehnert beim Training am Freitagabend, auch Samstag bittet er das Team noch einmal zu einer lockeren Einheit. Danach fällt die Entscheidung, wer es in den 18-Mann-Kader schafft. „Die Spieler, die den Sprung in den Kader nicht schaffen, werden unsere U 23 unterstützen“, erklärt Rhynerns Trainer. 

Stadtlohn vollzieht Umbruch

Stadtlohn wagte im Sommer einen großen Umbruch, gab 16 Akteure und Trainer Daniel Sekic ab. Neun Neuzugänge und Martin Stroetzel an der Seitenlinie sollen den Aderlass beim 13. der abgelaufenen Oberliga-Saison auffangen. Unter anderem wechselten Tayfun Cakiroglu und Durim Feta von der Hammer SpVg zur SuS. 

„Stadtlohn ist immer eine unangenehme Aufgabe. Die Mannschaft ist physisch stark und spielt einen guten Fußball“, weiß Mehnert. „Auch wenn es jetzt die ein oder andere Veränderung gab, wird unser Gegner vorbereitet sein. Der Trainer kennt die Oberliga gut und ist sehr erfahren.“ 

Pleitenserie in der Vorbereitung

Die Ergebnisse der Testspiele lassen erahnen, dass Stroetzels Mannschaft aber noch nicht auf dem Stand ist, den sich der Trainer erhofft hatte. Gegen die Niederrhein-Oberligisten SpVg Schonnebeck (0:6) und KFC Uerdingen (1:6) setzte es deftige Pleiten, auch Westfalenligist TuS Hordel schien beim 0:5 zu stark für die Münsterländer. 

Die Generalprobe im Kreispokal gelang – im Gegensatz zum letzten Härtetest der Rhyneranern. Stadtlohn schlug A-Ligist Turo Darfeld in Runde zwei klar mit 4:0. „Die Vorbereitung ist Makulatur. Sonntag um 15 Uhr zählt das alles nicht mehr“, sagt Mehnert allerdings.

"Würde lieber gegen Favoriten spielen"

In der vergangenen Saison hatte Westfalia Rhynern beim 2:0-Heimsieg keine Probleme mit Stadtlohn, ein ganz anderes Bild aber bot sich beim Rückspiel im Kreis Borken. 3:1 siegten die Hausherren damals. 

Die Westfalia, Fünfter am Ende der Spielzeit 2015/2016, geht trotzdem als Favorit in die Partie am Sonntag. Diese Rolle missfällt Trainer Mehnert jedoch: „Es wäre einfacher, wenn wir zu Beginn gegen einen Favoriten spielen würden.“

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