Derby zwischen Hölzken und HSV II endet mit einem Remis

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Hölzkens Keeper Marcel Klemmer klärt.

Hamm - Mit einem leistungsgerechten 1:1 (0:0)-Unentschieden trennten sich der TuS Germania Lohauserholz und die Hammer SpVg II in einem Derby, in dem beide Mannschaften über 90 Minuten ein hohes Tempo gingen und sich intensive Zweikämpfe lieferten.

„Unterm Strich ist das Ergebnis gerecht. Wir haben heute einen Punkt gewonnen, denn am Ende können wir hier auch als Verlierer vom Platz gehen“, sagte HSV-Coach Björn Wittchen, der gleichzeitig aber auch Kritik am Spiel seines Teams äußerte. „Das war weder Fisch noch Fleisch. Spielerisch müssen wir mehr zeigen. Ich dachte, dass wir da schon weiter sind.“

Die Begegnung startete mit einer Riesenchance für die Gastgeber. Nach schönem Steilpass von Chen Hennig war Serkan Adas freigespielt, verfehlte das von Tobias Krakor gehütete HSV-Tor jedoch aus halblinker Position (2.). „Da müssen wir eigentlich 1:0 führen“, ärgerte sich TuS-Trainer Michael Scheffler.

In der Folgezeit spielte sich das Geschehen vor rund 150 Zuschauern „Am Hahnenbach“ meistens zwischen beiden Strafräumen ab. Die Gastgeber erarbeiteten sich leichte Vorteile und gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe im Mittelfeld, blieben im Abschluss durch Dimitrij Seludko aber harmlos (17., 23.). Beiden Teams gelang es, die Offensivreihen des Gegners durch große Einsatzbereitschaft im Zaum zu halten. „Das Spiel war recht taktisch geprägt“, befand Michael Scheffler. „Wir haben die langen Bälle der HSV in die Spitze gut verhindert, und die Hammer haben uns nicht ins Spiel kommen lassen.“ Bei der Spielvereinigung lief in Durchgang eins nicht viel im Angriff, denn die Hölzkener doppelten die technisch versierten Offensivkräfte der HSV ab Mitte der eigenen Hälfte und gaben ihnen keinen Raum, ihre Schnelligkeit auszuspielen. Björn Wittchen forderte von der Seitenlinie immer wieder lautstark, dass sich seine Schützlinge schneller vom Ball trennen müssen, und auch Keeper Tobias Krakor stellte eine klare Forderung auf: „HSV, da muss viel mehr kommen.“

Die erste Gelegenheit nach der Halbzeitpause gehörte den Grün-Weißen, doch Krakor verkürzte gegen Serkan Adas geschickt den Winkel (49.). Danach fanden die Gäste besser in die Partie. Yasin Acar traf aus abseitsverdächtiger Position nur die Latte, und beim Nachschuss von Mergim Deljiu bewahrte TuS-Schlussmann Marcel Klemmer sein Team mit einer Glanzparade vor dem Rückstand (50.). Die Hammer SpVg gab nun den Ton an, und nach einer weiteren Chance durch Mücahid Tunc (63.) markierte Acar nach einem Ballverlust der Hölzkener schließlich das 0:1 (65.). Beim TuS Lohauserholz, der nach den Ausfällen von fünf Spielern mit dem letzten Aufgebot angetreten war, wurden die Beine in der Schlussphase schwer, und so musste eine Standardsituation für den Ausgleich sorgen. Nach einem Freistoß von Irfan Uzungelis spitzelte der aufgerückte Lukas Hulboj das Leder über die Linie (78.).

„Es spricht für die Moral und die Einstellung in diesem Team, dass es sich nicht die Butter vom Brot hat nehmen lassen“, lobte Scheffler. „Ich denke, dass es ein flottes und gutes Bezirksligaspiel war, in dem wir unheimliche Laufarbeit geleistet haben.“

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