Co-Trainer wird Chefcoach beim SK Germania Herringen

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Neuer Trainer beim SK Germania Herringen ist, Christian Zarod. Links Kapitän Lucas Karschau, rechts Michael Brandt.

Hamm Zwei Jahre lang agierte er an der Seite von Trainer Hans-Werner „Alfredo“ Meier. Nun ist Christian Zarod von den Verantwortlichen des Rollhockey-Bundesligisten SK Germania Herringen zum neuen Chefcoach befördert worden.

„Christian war in den vergangenen Jahren schon nah bei der Mannschaft. Nach den Gesprächen mit den Spielern hatten wir das Gefühl, dass er das Vertrauen von den Akteuren hat und daher der richtige Mann für diesen Posten ist“, erklärte der Vorsitzende Michael Brandt die Entscheidung.

Mit dem Rollhockey-Sport hatte der 34-Jährige, der derzeit als Bestatter arbeitet, früher nichts zu tun. Er spielte Fußball, unter anderem für den SVF Herringer SV, Germania Lohauserholz und den SSV Hamm. Vor acht Jahren holte ihn dann der damalige Coach Norbert Hages als Betreuer der ersten Mannschaft zum SK Germania, seitdem ist er mit dem Klub verbunden, hat sich intensiv mit dem Thema Rollhockey beschäftigt und wird nun eine überaus wichtige Rolle bei den Herringern einnehmen. „In meiner Funktion als 2. Abteilungsleiter hatte ich nach dem verloren gegangenen Endspiel gegen Iserlohn mit Norbert Hages zusammengesessen, und wir haben uns ausgetauscht, wie es weiter gehen kann. Der Vorstand hatte sich dann auf dem Markt umgehört und kam dann letztlich auf mich zu, ob ich mir das vorstellen kann“, berichtet Zarod von den ersten Kontaktaufnahmen. „Ich habe dann verschiedene Konzepte präsentiert, wie ich mir die Arbeit vorstellen kann. Und die Idee, das Team mehr in die Verantwortung zu nehmen, stieß dann auf große Zustimmung.“

Einen Freifahrtschein für die Akteure wird es damit aber nicht geben. Darauf legt der neue Coach großen Wert. „Natürlich werde ich mich mit den Jungs austauschen, jeder bringt seine Vorstellungen ein, und wir treffen uns in der Mitte, damit sich jeder wiederfindet. Ein straffes Korsett wie vorher wird es nicht mehr geben, alles wird offener“, sagt Zarod – fügt aber hinzu: „Auf die nötige Disziplin werde ich genau achten, es wird auch einen Strafenkatalog geben.“

Michael Brandt ist jedenfalls davon überzeugt, eine gute Wahl getroffen zu haben. „Alfredo hatte nicht immer das richtige Fingerspitzengefühl, um alle Jungs mitzunehmen auf seinem Weg und um aus den Leistungsträgern in den entscheidenden Spielen 120 oder vielleicht sogar 150 Prozent herauszukitzeln. Jetzt wollen wir mit Christian das zurückholen, was in den vergangenen zwei Jahren etwas verloren gegangen ist: nämlich ein gut funktionierendes Mannschaftsgefüge, in dem jeder für jeden da ist.“

Bereits am Montag wird er mit seiner Mannschaft das Training starten und mit der Vorbereitung auf die neue Saison beginnen. Am Anfang werden es drei Übungseinheiten pro Woche sein. Wenn die Urlaubszeit beendet ist und alle Akteure wieder zur Verfügung stehen, wird das Pensum auf vier erhöht, damit die Mannschaft für das erste Saisonspiel am 10. September in Recklinghausen fit ist. Anschließend steht das Heimspiel gegen Bison Calenberg an, ehe mit der Partie in Walsum die erste Standortbestimmung auf den SKG wartet.

An der Zielsetzung hat sich derweil nichts geändert. Das stellt auch Zarod unmissverständlich klar. „Wir wollen in der Vorrunde Erster werden, in die Finalspiele um die Deutsche Meisterschaft und den Pokal einziehen und ann besser abschneiden als in den vergangenen zwei Jahren“, betont Zarod. „Der Druck ist da, keine Frage. Aber ich habe da Bock drauf.“

In personeller Hinsicht wird sich wahrscheinlich nicht viel ändern, wobei durch den Wechsel des 16 Jahre alten Lukas Andrioff nach Recklinghausen, die Rückkehr von Joka Ferreira nach Portugal und die andauernde Dopingsperre von Maurice Michler auf der Torwartposition durchaus Handlungsbedarf besteht. „In Sachen Torhüter bewegen wir uns in der Tat auf dünnem Eis“, bestätigt auch Brandt, der neben Stammkeeper Timo Tegethoff auf Michael Bauckloh setzt. Zumindest in den Trainingseinheiten steht Maurice Michler wieder zur Verfügung und wird auch als Spieler für die neue Saison gemeldet, da seine Sperre im Mai 2017 ablaufen wird und er dann in den Play-off eingesetzt werden kann. Zudem wird auch Philipp Michler in den Kader des Bundesliga-Teams zurückkehren, nachdem er unter der Regie von Meier sich etwas herausgezogen und nur noch in der zweiten Mannschaft gespielt hatte.

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