Drei heimische Bezirksligisten hoffen auf den Klassenerhalt

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Im Mai spielten Bockum-Hövel und Heessen noch gegeneinander, jetzt bangen beide Teams um den Klassenerhalt.

Hamm – Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison müssen noch drei heimische Fußball-Bezirksligisten um den Klassenerhalt bangen. Während die SG Bockum-Hövel und der TSC Hamm ein Vier-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsrang haben, steht der SVE Heessen, der diesen Platz einnimmt, schon mit dem Rücken zur Wand.

„Bei uns ist die Lage nicht ganz so dramatisch“, wiegelt Markus Matzelle, Trainer der SG Bockum-Hövel, ab. „Auch wenn ich gedacht habe, dass wir nach dem Sieg in Warendorf und dem Unentschieden gegen Westönnen mit den vier Punkten aus den beiden Spielen durch wären.“ Das ist die SG aber nach den überraschenden Siegen der Kellerkinder Hörste-Garfeln und Liesborn noch nicht.

Während die Hörste-Garfeln Westfalia Soest mit 3:2 besiegten, sorgte der Tabellenletzte aus Liesborn mit dem 3:1-Erfolg über Meister Beckum für die Überraschung des Spieltags. „Das sind Ergebnisse, die nur zum Saisonende zustande kommen“, erklärt der SG-Coach. „Dadurch sind wir rechnerisch noch nicht auf der sicheren Seite. Wir brauchen aus den letzten beiden Spielen einen Punkt. Dann sind wir durch. „29 Punkte reichen zum Klassenerhalt, rechnet Matzelle vor. Er geht nicht davon aus, dass der SVE seine beiden Partien in Warendorf und zuhause gegen Westönnen gewinnt. Hörste-Garfeln hat an diesem Wochenende spielfrei und kann im Erfolgsfall nur auf 28 Zähler kommen. Auch wenn Liesborn zum Abschluss in Drensteinfurt und gegen Wiescherhöfen gewinnen würde, könnten die Westfalen zur SG zwar nach Punkten aufschließen. „Doch das um elf Treffer bessere Torverhältnis spricht für uns“, sagt Matzelle.

TSC-Trainer Erdal Akyüz räumt ein, dass der eingeschlagene Kurs, die zweite Mannschaft mit Spielern des Bezirksliga-Kaders in der Kreisliga-A zu halten, falsch war. „Wir können theoretisch noch absteigen“, sagt der TSC-Coach. „Doch es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn Heessen und Liesborn beide Spiele gewinnen und wir alles verlieren.“ Um nichts dem Zufall zu überlassen, ändert Akyüz jetzt den Kurs. Nach dem 3:1-Auswärtssieg beim SVE glaubte er, auf der sicheren Seite zu sein. Doch nach sechs Niederlagen in Folge ist die Lage im Saisonfinale noch einmal brenzlig geworden. Die aktuelle Entwicklung mache ein Umdenken nötig, betont der Trainer. Vor allem der Überraschungssieg der Liesborner über Beckum hat die Alarmglocken im TSC-Lager klingeln lassen. „Dass der Letzte den Ersten mit 3:1 besiegt, kommt höchstens alle zehn Jahre vor“, sagt ein erstaunter Akyüz. „Ich bin aber davon überzeugt, dass Liesborn nicht noch einmal so ans Limit gehen kann.“

Trotzdem geht der TSC-Trainer auf Nummer sicher. Für das Heimspiel gegen Westfalia Soest werden zwei Stammspieler, die im Kreisliga-A-Team ausgeholfen haben, in den Kader der Ersten zurückbeordert. Außerdem kehrt ein weiterer Akteur aus dem Urlaub zurück, der ebenfalls in der Akyüz-Elf zum Einsatz kommen wird. „Ich denke, wir werden gegen Soest so stark aufgestellt sein, dass wir mindestens einen Punkt holen“, sagt der Coach. „Dann haben wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun.

Nach der 1:3-Heimniederlage des SVE gegen Drensteinfurt sind über dem Marienstadion düstere Wolken aufgezogen. Von allen Mannschaften im Tabellenkeller hat das Team von Trainer Marian Christel das schwerste Restprogramm. Der Vorletzte muss zum Dritten nach Warendorf und am letzten Spieltag kommt der Tabellenfünfte Westönnen nach Heessen. „Natürlich sieht die Lage nach dem verlorenen Spiel jetzt düster aus“, sagt der SVE-Coach´. „Aber trotzdem haben wir es selbst in der Hand, die Klasse zu halten. Wir müssen nicht auf die Ergebnisse der anderen schauen, sondern unsere Leistung abrufen und zweimal gewinnen.“

Das traut der Mannschaftsverantwortliche seinen Spielern durchaus zu. „Gegen Drensteinfurt haben wir in der ersten Halbzeit unsere beste Saisonleistung gezeigt“, erklärt er. „Aber der Elfmeter in der 75. Minute hat meine Spieler aus der Bahn geworfen. Nach dem Ausgleich haben sie die Köpfe hängen lassen.“ Dass dazu noch kein Grund besteht, hat Christel seinem Spielern beim Training unter der Woche klargemacht. „Schließlich ist in Sachen Abstieg noch nichts entschieden“, sagt er.

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