Zintel im EM-Halbfinale: "Ich will Edelmetall holen"

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Björn Zintel (Zweiter von rechts) greift mit der deutschen U 20 bei der EM in Dänemark nach einer Medaille.

Kolding - Der Einzug ins Halbfinale der U20-Europameisterschaft ist geschafft, jetzt soll es mindestens eine Medaille werden: Björn Zintel vom ASV Hamm-Westfalen steckt sich im Interview vor dem Halbfinale gegen Favorit Frankreich hohe Ziele.

Björn Zintel steht mit der deutschen U 20-Nationalmannschaft im EM-Halbfinale. Der Handballer des Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen blickt vor dem Spiel gegen Frankreich (Freitag, 20.30 Uhr) auf die bisherigen Leistungen im dänischen Kolding zurück. Im Gespräch mit Jonas Austermann verrät er zudem, was besser läuft als bei bisherigen Turnieren und welche Ziele er jetzt hat.

Herr Zintel, wie fällt Ihr Fazit bislang aus? 

Björn Zintel: Das Fazit fällt positiv aus. Wir haben es bislang sehr gut gemacht und auch bei der einzigen Niederlage gegen Dänemark eine starke Leistung gezeigt. Wir stehen absolut zurecht im Halbfinale. Ich persönlich bin zufrieden, dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe und ein wichtiger Spieler für das Team bin. Entsprechendes Feedback bekomme ich auch von unseren Trainern Markus Baur und Erik Wudtke. 

Es läuft deutlich besser als vor einem Jahr bei der U 19-Weltmeisterschaft in Russland. Woran liegt das? 

Zintel: Wir entwickeln uns alle weiter, es wäre ja auch schlimm, wenn wir dieselben Fehler nochmal machen würden. Die meisten Spieler sind in der ersten oder zweiten Liga unter Vertrag und spielen dort zum Teil eine wichtige Rolle. Früher waren wir in den entscheidenden Momenten nicht clever genug, jetzt sind wir alle reifer und bleiben auf dem Feld ruhiger. Wir hatten schon immer viel Qualität, es freut mich sehr, dass wir das jetzt auch endlich nach außen zeigen können. 

Im Halbfinale treffen Sie auf den aktuellen U 18-Europameister und U 19-Weltmeister Frankreich. Gehen Sie zum ersten Mal als Außenseiter in das Spiel? 

Zintel: Frankreich wird eine harte Nuss, aber wir haben bei diesem Turnier schon gesehen, dass sie schlagbar sind. Wir wollen es ihnen so schwer wie möglich machen, dann glaube ich, dass es für uns weitergeht.

 "Im Finale will ich den Pott holen"

Wie sieht die weitere Zielsetzung aus? 

Zintel: Wir wollen nicht um Platz drei spielen, sondern gegen Frankreich gewinnen. Und wenn wir im Finale stehen, will ich auch den Pott holen. Wir gucken aber Schritt für Schritt – das ist unser Motto während des Turniers. 

Dänemark ist eine Handballnation. Macht sich das bei der Stimmung in der Halle bemerkbar? 

Zintel: Die Stimmung ist wirklich ordentlich, in Russland war deutlich weniger los. Das dänische Publikum geht mehr mit und ist fachkundiger. Da viele Eltern und Freunde aus Deutschland dabei sind, ist die Stimmung auch für unser Team gut. 

Ihre Kollegen vom ASV Hamm-Westfalen bereiten sich aktuell in Kalisz vor. Stehen Sie in ständigem Kontakt mit ihnen? 

Zintel: Mit dem ein oder anderen Spieler bin ich im Kontakt, ansonsten habe ich den Austausch etwas reduziert. Mein Fokus liegt derzeit voll auf der EM. Wenn ich wieder in Hamm bin, werde ich mich in einem längeren Gespräch mit dem Trainer austauschen. Ich will mit Edelmetall zurückkehren, das gibt einen Schub für mich und vielleicht kann auch ich ein paar Glückshormone mit in die Mannschaft bringen.

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