Bittere Niederlage für Bockum-Hövel im Kreispokalfinale

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Aufgestellt vor dem Kreispokalfinale: die Spieler von SG Bockum-Hövel rechts, die Gegner aus Holzwickede links.

Kamen - „Kopf hoch“ lautete die Devise von SG-Trainer Markus Matzelle und Kapitän Marc-Andre Wohlrath, als sie die Spieler der Sport Gemeinschaft Bockum-Hövel nach einer bitteren 2:4 (2:1)-Niederlage im Kreispokalfinale gegen Westfalenligist Holzwickeder SC aufzubauen versuchten.

Denn lange war der Bezirksligist im Endspiel am Donnerstagnachmittag die bessere Mannschaft mit den klareren Chancen, musste sich nach späten Treffern des Favoriten aber noch geschlagen geben.

„Wir haben ein ganz tolles Spiel gezeigt. Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen“, war Markus Matzelle mit dem Auftreten seiner Mannschaft mehr als zufrieden. „Unsere Voraussetzungen waren nicht prickelnd und dafür haben wir taktisch sehr diszipliniert agiert und aus dem Spiel keine zwingenden Chancen zugelassen.“

Gleich acht Akteure standen der SG wegen Urlaubs oder Verletzungen nicht zur Verfügung, doch der Außenseiter spielte nach dem gesicherten Klassenerhalt befreit auf und hatte bereits durch eine Volleyabnahme von Carsten Edelkötter (8.) und einen abgefälschten Schuss von Steven Farchmin (15.) früh die Führung vor Augen. Zum ersten Treffer benötigten die Rot-Schwarzen dann jedoch die Mithilfe des Gegners, als Dennis Hense bedrängt von Fabian Düser eine Flanke von Steven Farchmin ins eigene Netz bugsierte (19.).

Bockum-Hövel überzeugte durch eine gute Raumaufteilung und starkes Zweikampfverhalten, das den Sport Club nicht zur Entfaltung kommen ließ. In der Defensive ordnete Kerim Isiktekin die Abwehrkette lautstark als Libero und vorne störten Thomas Wilczek und Steven Farchmin mit großem Laufaufwand den Aufbau des HSC. Lediglich die Chancenverwertung konnte man der SG zum Vorwurf machen. Nach einer Ecke von Mike Kaczor wurde ein Kopfball von Sebastian Linnhoff auf der Linie geklärt (24.).

SG geht als Außenseiter ins Kreispokal-Endspiel: Den Vorbericht zur Partie lesen Sie hier.

Holzwickede enttäuschte spielerisch, kam aber durch eine Standardsituation zum Ausgleich, als Karim Bouasker nach Freistoß von Sitki Üstün völlig frei zum Kopfball kam (28.). Die Sport Gemeinschaft zeigte sich keineswegs geschockt und spielte aus einer sicheren Abwehr weiter mutig und zielgerichtet nach vorne. Lohn der Anstrengungen war das 1:2 durch Steven Farchmin mit einem platzierten Schuss aus der Drehung (37.).

Auch nach der Halbzeitpause war von einem Klassenunterschied nichts zu sehen. Wilczek (48.) und Wohlrath mit einem Freistoß (54.) prüften HSC-Schlussmann Tim Hohmann. Auf der anderen Seite genügte Holzwickede wieder ein Standard. Nach einer Ecke verhinderten die Bockum-Höveler die anschließende Flanke nicht und Wassim Rezgui köpfte zum erneuten Ausgleich ein (60.). „Wir sind nach dem 2:2 nicht eingebrochen und hatten selbst gute Chancen, wieder in Führung zu gehen“, ärgerte sich Markus Matzelle über ausgelassene Möglichkeiten von Carsten Edelkötter nach einem Alleingang (71.) und Steven Farchmin mit einem Schuss aus 20 Metern (86.).

Als sich die gut 250 Zuschauer auf der Sportanlage des BSV Heeren bereits auf eine Verlängerung einstellten, schlug Holzwickede eiskalt zu. SG-Keeper Thomas Goeke wehrte einen satten Schuss von Philipp Hoffmann mit den Fäusten ab, doch das Leder sprang nach dem Aufticken unglücklich ins Tor (90.). Die SG warf nach dem Wiederanstoß alles nach vorne und wurde ausgekontert, so dass Sebastian Schmerbeck mit dem 4:2 für die endgültige Entscheidung sorgte.

Holzwickeder SC: Hohmann – Köhler, Bouasker, Grönewold, Franz, Hoffmann, Rezgui (68. Schmerbeck), Duwe (68. Majka), Üstün, Hense, Kaiser

SG Bockum-Hövel: Goeke – Edelkötter, Linnhoff (46. Niewalda), Isiktekin, Kaczor, Wohlrath, Peper, Orlowski (70. Gründler), Wilczek, Düser, Farchmin

Zuschauer: 250

Tore: 0:1 Hense (19./ET), 1:1 Bouasker (28.), 1:2 Farchmin (37.), 2:2 Rezgui (60.), 3:2 Hoffmann (90.), 4:2 Schmerbeck (90.+1)

Schiedsrichter: Pasqual Schmidt (Bergkamen)

Gelbe Karten: Grönewold – Isiktekin, Wohlrath, Linnhoff

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