Nur 30:30 (15:15) bei Drittligist TSV Bayer Dormagen

ASV-Coach Niels Pfannenschmidt sieht schlechteste Leistung der Vorbereitung

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ASV-Coach Niels Pfannenschmidt war nach dem 30:30 in Dormagen "richtig sauer".

Dormagen - "Ich bin echt richtig sauer. Jetzt haben wir einen schönen Schuss vor den Bug bekommen und sind hoffentlich geerdet. Nach dem Spiel gegen Lübbecke haben einige Jungs schon geglaubt, dass wir in der Bundesliga sind. Das war unsere schlechteste Leistung!" Niels Pfannenschmidt war am Samstagabend enttäuscht vom Auftritt seiner abermals dezimierten Mannschaft im letzten Testspiel. Beim Drittligisten TSV Bayer Dormagen gelang dem ASV Hamm-Westfalen ein schmeichelhaftes 30:30 (15:15).

Pomadige, unbewegliche 6:0-Deckung. Über weite Strecken schwache Leistungen von Dennis Doden und Felix Storbeck zwischen den Pfosten. Dazu insgesamt 18 "Fahrkarten" im Abschluss und vier ausgelassene Siebenmeter: Die Liste der Unzulänglichkeiten war viel zu lang.

"So eine miserable Quote haben wir vorne noch nie gehabt. Leider haben wir es nie geschafft, den Schalter umzulegen. Mit ein bisschen Glück haben wir am Ende unentschieden gespielt, weil wir hinten Ballgewinne und auch ein paar Torwartbälle von Doden hatten. Das hat viel mit Einstellung zu tun. Vor dem Pokalspiel gegen Neuss sind jetzt die Sinne geschärft. Wir wissen, dass es so nicht funktioniert", so Pfannenschmidt.

Der ASV-Coach ließ seine Mannschaft - wie angekündigt - 60 Minuten lang in der 6:0-Formation verteidigen. "Ich wollte ja eigentlich auch mal den siebten Feldspieler bringen und das testen. Aber wir hatten so schon genug mit uns zu tun", sagte Pfannenschmidt mit einer Portion Galgenhumor.

Vom 5:5 (10.) setzte sich Dormagen auf 13:11 ab, bis zur Pause glich Hamm wieder aus (15:15). In der 41. Minute lagen die klassenhöheren Gäste dann sogar mit 19:23 im Hintertreffen, auch beim 24:28 (50.) betrug der Rückstand noch vier Treffer. Wenigstens gelang dann noch das Unentschieden.

Ohne Markus Fuchs, Fannar Thor Fridgeirsson, Julian Possehl, Lars Gudat und Lukas Blohme mussten die Hammer auskommen. Dafür durfte Geburtstagskind Jan Pretzewofsky an seinem 18. Geburtstag auf Rechtsaußen durchspielen, blieb jedoch ohne persönliches Erfolgserlebnis. Ein Lichtblick war Daniel Eggert, der auf Halbrechts immerhin sechs Treffer erzielte.

Ach ja: Eine gute Sache konnte Niels Pfannenschmidt dem Auftritt seiner Schützlinge dann doch noch abgewinnen. Die Mannschaft des Neusser HV - in Liga 3 ähnlich stark einzuschätzen wie Dormagen oder Eintracht Hagen - saß angesichts des Pokalspiels am kommenden Samstag in Hamm gegen den ASV komplett zur Gegnerbeobachtung auf der Tribüne. 

"Und die haben unser schlechtestes Spiel gesehen. Ich bin aber 1000-prozentig sicher, dass wir uns dann nicht so präsentieren", so der ASV-Trainer, der nach Spielende durchaus laut geworden war. Das wird sicher eine spannende Trainingswoche...

ASV: Doden, Storbeck (31.-45.) - Pretzewofsky, Zintel (8), Eggert (6), Ritterbach (5/1), Huesmann (4), Macke (2), Brosch (2), Savvas (2), Neuhold (1).

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