2:4-Niederlage: HSV II in Gemen ohne Chance

Foto: Mroß

Borken - Mit 6:1 hatte der stark abstiegsbedrohte Fußball-Landesligist Hammer SpVg II zuletzt den Tabellenvierten Preußen Lengerich zerpflückt – von solch einem Ergebnis war das Team von Trainer Sebastian Brzezon im Spiel bei Westfalia Gemen weit, weit entfernt. Nach 50 Minuten stand es bereits 4:0 für die gastgebende Westfalia. Am Ende hieß es 4:2.

Hamms Trainer Sebastian Brzezon war nach der Partie sauer. „Wir haben alles vermissen lassen, was wir gegen Lengerich gezeigt haben“, sagte er und ratterte die Mängelliste herunter: Kampf, Laufbereitschaft, Torgefährlichkeit, zweite Bälle. „Da war nichts zu sehen. Und daher war für uns auch nichts zu holen. Darüber werden wir am Montag im Training sprechen“, so der Coach.

Brzezon war eigentlich optimistisch nach Borken gereist – was nicht nur an der guten Leistung gegen Lengerich lag, sondern auch daran, dass ihm einige Akteure aus dem Oberliga-Kader zur Verfügung standen. Torwart Michael Strzys, die Verteidiger Michael Kaminski und Kevin Thume sowie Stürmer Djaniny Cleitson Dos Santos Tavares liefen zu Beginn auf. Doch zu sehen war von ihnen ebenso wenig wie von den sieben anderen Akteuren im HSV-Trikot. Gemens Florian Grinth schockte Hamm mit seinem frühen Treffer zum 1:0 (3.). Mitte der ersten Halbzeit legte er das 2:0 nach (22.). Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff sorgte Frederik Heinz mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. „Wenn man zur Pause mit drei Treffern hinten liegt und selbst nur einmal auf das Tor geschossen hat, darf man sich nicht beschweren“, sagte Brzezon und legte nach: „Da war keine Gegenwehr, das war Arbeitsverweigerung.“

Die ohnehin geringen Hoffnungen der Hammer auf eine Aufholjagd nach dem Seitenwechsel erlitten bereits in der 50. Minute den entscheidenden Schlag: Heinz markierte gegen desorientierte Gäste das 4:0. Dass es für die HSV nicht ganz übel kam, lag an den Gastgebern, die im Gefühl des sicheren Sieges und des damit geschafften Klassenerhalts einen Gang zurückschalteten. Der eingewechselte Thanuyen Markandesar umkurvte in der Schlussphase den gegnerischen Torwart und verkürzte auf 1:4 (84.). Fünf Minuten später betrieb Ardian Ibrahimi durch einen an Thume verschuldeten Foulelfmeter weiter Ergebniskosmetik (2:4/89.). Mehr als das war es nicht. - hh/sst

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