Nach Attacke gegen Chiellini

So spottet das Netz über Beißer Suarez

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Das Netz reagiert mit einer wahren Bilderflut auf den Biss von Luis Suarez gegen Giorgio Chiellini.

München - Uruguay hat Italien aus dem WM-Turnier geworfen, so weit so gut. Wäre da nicht die Beißattacke von Luis Suarez auf Giorgio Chiellini gewesen. Bei Twitter reagieren die User mit Witz und Spott.

Luis Suarez hat den Begriff "Italienisch essen gehen" wohl falsch verstanden. Beim letzten Spiel der Gruppe D zwischen Uruguay und Italien hat der Südamerikaner mal wieder bewiesen, warum ihn viele Fußballfans nicht ausstehen können. Kurz vor dem entscheidenden Treffer der "Urus" durch Diego Godin, der das WM-Aus der Squadra Azzurra besiegelte, hatte Schiedsrichter Marco Rodriguez übersehen, wie der Topstürmer vom FC Liverpool seinem Gegenspieler Giorgio Chiellini offensichtlich in die Schulter gebissen hatte. Chiellini hatte anschließend wild protestiert und seine Schulter präsentiert, auf der offensichtlich ein Bissabdruck zu sehen war.

UPDATE: Suarez hat sich mittlerweile über den Zwischenfall geäußert

„Er hat mich gebissen, das ist klar. Ich habe immer noch den Abdruck des Bisses“, sagte Chiellini im italienischen Fernsehen RAI: „Der Schiedsrichter hätte pfeifen und ihm die Rote Karte zeigen müssen, zumal er auch noch simuliert hat“, sagte der Abwehrspieler von Juventus Turin.

Es war nicht die erste hässliche Beißerszene des "Bad Boy": Bereits zweimal war der Torjäger negativ aufgefallen. Erst zu Saisonbeginn hatte er noch sechs Spiele aussetzen müssen, nachdem er in der vergangenen Saison Branislav Ivanovic vom FC Chelsea in den Arm gebissen hatte. Und in seiner Zeit bei Ajax Amsterdam hatte er im Spiel gegen den PSV Eindhoven Gegenspieler Otman Bakkal ebenfalls in die Schulter gebissen. Bei Twitter erinnert man sich an diese Szenen und fordert den Ausschluss des Stürmers vom Profifußball:

Neben seinen Beißattacken hat er sich auch sonst einige Male daneben benommen. So hatte der Torjäger in der Saison 2011/12 den dunkelhäutigen Franzosen Patrice Evra von Manchester United rassistisch beleidigt. Acht Spiele Sperre und eine Geldstrafe von 40 000 Pfund waren die Folge. Der nächste Eklat folgte wenige Monate später, als der 27-Jährige beim nächsten Aufeinandertreffen zwischen Liverpool und United Evra demonstrativ den Handschlag verweigerte.

Und auch auf der großen WM-Bühne hatte „El Pistolero“ schon für Schlagzeilen negativer Art gesorgt. Im WM-Viertelfinale 2010 gegen Ghana wehrte Suárez in der 120. Minute einen Schuss mit der Hand auf der Torlinie ab. Asamoah Gyan vergab den anschließenden Elfmeter. Am Ende durfte Uruguay nach einem Sieg im Elfmeterschießen den Einzug ins Halbfinale feiern. Und Suárez feierte sich selbst: „Das war die Parade der WM. Jetzt habe ich die Hand Gottes.“ Die Reaktion sorgte vor allem in Afrika für großen Wirbel.

"Er hat sich nicht unter Kontrolle"

Sollte die FIFA die neuerliche Attacke nachträglich ahnden, könnte die WM für den Torjäger schon beendet sein. Dabei war er erst im zweiten Spiel gegen England ins Team zurückgekehrt und hatte beide Tore zum 2:1-Erfolg erzielt. Eine Meniskus-Operation vier Wochen vor der Endrunde hatte die Teilnahme des Stürmers, an dem Champions-League-Sieger Real Madrid interessiert sein soll, infrage gestellt. „Ich mag ihn mehr als jeden anderen Spieler spielen sehen, aber hat sich nicht unter Kontrolle“, twitterte Englands früherer Stürmerstar Michael Owen.

Am Dienstag war sich Suárez keiner Schuld bewusst: „Die Mannschaft hat erneut Geschichte geschrieben in Brasilien. Wir haben in jedem Moment Selbstvertrauen gezeigt und diesen Sieg verdient. Uruguay ist weiter. Wir werden diesen schönen Moment feiern.“ Das Lachen wird ihm vielleicht bald schon vergehen.

Bei Twitter reagieren die User mit zahlreichen witzigen Bild-Collagen - hier eine kleine Auswahl

dh/dpa/sid

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