Nach Krawallen

UEFA schließt Russland auf Bewährung aus - Geldstrafe

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Nach Krawallen: Ausschluss auf Bewährung und Geldstrafe für Russland.

Paris - Das ist eine heftige Strafe: Die UEFA schließt Russland auf Bewährung von der EM aus. Außerdem muss der russische Verband viel Geld zahlen.

Update vom 19. Juni 2016: In der Gruppe B trifft Russland auf Wales. Hier erfahren Sie, wie Sie das letzte Gruppenspiel zwischen Wales und Russland live im Free-TV und im Live-Stream anschauen können.

Russland hat von der UEFA die Dunkelgelbe Karte bekommen und spielt bei der Fußball-EM in Frankreich nur noch auf Bewährung. Sollten die Fans des kommenden WM-Gastgebers nochmals durch Gewaltakte wie beim Auftaktspiel im Stade Vélodrome in Marseille gegen England auffallen, wird das russische Team disqualifiziert. Das entschied die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union am Dienstag in Paris. Zudem wurde eine Geldstrafe in Höhe von 150 000 Euro verhängt.

Der russische Fußball-Verband (RFU) könnte gegen das Urteil Berufung einlegen, will dies nach Aussage seines Vorsitzenden Witali Mutko aber nicht tun. „Wir werden der Entscheidung der UEFA folgen, es darf keine andere Haltung in der RFU geben“, sagte Mutko in einer ersten Reaktion der Nachrichtenagentur Tass.

Nur für Ausschreitungen innerhalb des Stadions

Die Androhung gilt nur für Ausschreitungen innerhalb des Stadions und nicht für Hooligan-Aktionen außerhalb der EM-Arenen. Dies sehen die Disziplinarregeln der UEFA so vor. Das Exekutivkomitee hatte allerdings bereits am Sonntag eine Warnung ausgesprochen, dass ein Turnierausschluss auf Grundlage der Verbandsstatuten auch droht, wenn es nochmals zur Ausschreitungen in Spielorten kommen sollte.

Die gleiche unmissverständliche Botschaft erhielt auch der englische Fußballverband, dessen Fans an den mehrtägigen Straßenschlachten in Marseille auch beteiligt gewesen waren. Einen Ausschluss hat es während einer Fußball-EM noch nie gegeben. England war 2000 wegen Ausschreitungen in Belgien ebenfalls mit einer Warnung belegt worden.

Russland muss gegen die Slowakei ran

Russland spielt am Mittwoch (15.00 Uhr) in Lille gegen die Slowakei. England trifft 24 Stunden später im benachbarten Lens auf Wales, was die Sorge vor neuen Ausschreitungen geschürt hat. Das letzte russische Gruppenspiel gegen Wales findet am Montag in Toulouse statt. England spielt parallel in St. Etienne gegen die Slowakei.

Russische Anhänger hatten am Samstagabend englische Fans im Stadion kurz vor Ende des Spiels attackiert. Zudem wurden Feuerwerkskörper abgebrannt und rassistische Schmähungen gemacht. Die Ausschlussdrohung gilt aber nur für eine Wiederholung von gewalttätigen Ausschreitungen. Hooligans aus Russland hatten bereits bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine randaliert. Der russische Verband war dafür mehrfach mit Geldstrafen belegt worden und gilt deshalb als Wiederholungstäter.

Alle Entwicklungen zur EM finden Sie in unserem News-Blog vom Dienstag.

EM-Samstag: Drei Spiele und Krawalle - Bilder

sid

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